Zugegeben, den nicht nur wachsamen, sondern dann auch - aufgrund der Feststellungen in amtlichen Aussendungen und Dokumenten begründeten - kritischen Zugang zur Politik und den Anordnungen, Medienberichten in der Corona-Pandemie teilen wir mit der FPÖ. Viele Fragen daraus sind bis heute nicht beantwortet. Aber wie merkwürdig muss man gestrickt sein, um mit diesen immer noch offenen Aspekten die derzeit klar spürbaren Folgen des Klimawandels zu relativieren? Das hat mit verantwortungsvoller Sachpolitik für Land und Leute nichts zu tun, sondern ist lediglich populistischer Stimmenfang der FPÖ in bestimmten Bevölkerungsgruppen: Bei den Autofahrern und Klimawandel-Leugnern, den Corona-Skeptikern und Impfgegnern und so weiter. Alles was nach breiteren Wähler-Zuläufen aussieht, wird aufgegriffen - insbesondere wenn es sich aus der pauschalen Abneigung gegen Fremde gewinnen lässt. Bloße Polarisierung und offener Hass als Partei-Taktik. Und man hofft seitens der FPÖ-Spitze offenbar darauf, dass ihre Wählerschaft dabei nicht mitbekommt, wie sehr man sich schon ins realpolitische Abseits manövriert hat. (Zusammenfassung in einfacher Sprache)
https://www.oe24.at/a/thermometer-zu-links-wirbel-um-hitze-posting-der-fpoe-900105339
Zitat: Die FPÖ hat ein Posting, das stark verschwörungstheoretische Züge trägt, von ihrer Homepage entfernt. Unter dem Titel „Hitze-Panik als Ablenkung vom Impf-Desaster der Systemparteien“ wurde ein Zusammenhang zwischen angeblichen Impf-Toten und der aktuellen Hitzewelle hergestellt. So heißt es in der Unterzeile: Freiheitliche fordern lückenlose Aufklärung der massiven Übersterblichkeit seit 2020 und ein Ende der schwarz-rot-grün-pinken Vertuschungspolitik.
Okay, auch die Demokratische Alternative hat zu CoVid19, den Maßnahmen in der Pandemie und den im Eilzugstempo entwickelten Impfstoffen eine wachsame und in der Folge auch dann sehr kritische Einstellung an den Tag gelegt. Ersteres weil es aufgrund der Tragweite dieser Pandemie auf alle Lebensbereiche wichtig war, letzteres weil eben bestimmte Auffälligkeiten und Unstimmigkeiten in den Informationen (und wir haben uns dabei auf möglichst offizielle Daten gestützt) nicht zu übersehen waren. Siehe nicht nur die hier zitierte Themenseite der DA, sondern insbesondere auch unsere Stellungnahme zum Entwurf des Impfpflichtgesetzes, unser Begehren an das BASG samt der erhaltenen Auskunft (siehe hier unseren Kommentar dazu). Keine Frage, da ist immer noch vieles unklar bzw. höchst problematisch! Insbesondere auch, was den auch noch heutigen Umgang mit Long CoVid (Long Vacc?), dem Fatique-Syndrom etc. angeht.
Aber um nichts, wirklich NICHTS in der Welt würden wir deshalb den heutigen Umgang mit der aktuellen Klimaentwicklung und -veränderung aus diesem anderen Problem heraus relativieren!
Um auch hier einen Vergleich zwischen der FPÖ und uns zu ziehen: Unsere erarbeitete Basis des Konzepts "Othello’s Team" ist inzwischen schon über 25 Jahre alt. Darin geht es als realpolitische Maßnahme um insbesondere die rechtzeitige Bekämpfung des Klimawandels samt seiner Folgen! Und heute spüren wir schon an allen Ecken und Enden, wie notwendig solche Maßnahmen sind - und wie sinnvoll solche nachhaltigen Schritte gewesen wären. Nicht nur ökologisch, sondern auch wirtschaftlich und sozial. Heute sind sie dringender denn je, werden viel, viel teurer und umfassender als damals sein müssen - und dennoch weit weniger wirkungsvoll sein. Weil wir inzwischen eben rund ein Viertel-Jahrhundert an Zeit verloren haben und manche mittlerweile eingetretene Negativ-Effekte längst unumkehrbar sind.
BEIDE Themen und Lösungen daraus sind wichtig - aber nicht gegeneinander relativierbar. Schon gar nicht in dieser Wertigkeit, denn das eine betraf oder betrifft - zum Glück - nur einen Teil der Bevölkerung, und - wieder zum Glück - großteils nur die Vergangenheit. Klar, viele Lehren sind heute immer noch wichtig zu ziehen und Maßnahmen zu setzen. Und der unnötige Verlust eines Menschen oder der unnötige langfristige Verlust der Gesundheit, der sozialen Kontakte, des Arbeitsplatzes etc. etc. etc. wiegen schwer. Aber der Klimawandel betrifft uns alle, ganz maßgeblich unsere Gegenwart und Zukunft!
Doch hier geht es einer Großpartei offensichtlich nicht um Realpolitik, sondern bloß darum, bestimmte potentielle Wählerschichten zu bedienen, die von anderen Parteien nicht oder zu wenig beachtet werden: Die Coronaleugner, Impfgegner, Autofahrer und Klimawandelleugner. Daher bloß um Stimmengewinne für die nächsten Wahlen statt einer verantwortungsvollen Politik für Land und Leute. Mit dieser gewählten Zielgruppe hat man eine relevante Menge beisammen. Da muss man dann eben so schräge Argumentations-Kunststücke wie hier zusammenflicken, um es allen aus diesen Gruppen Recht zu machen.
Da kann sich ein Herr Stocker ja noch freuen, wenn er bei seinem "Kinderbetreuungs-Sager" von gerade eben durch die FPÖ willkommene Unpackbarkeits-Konkurrenz bekommt.
Leider kann man bei beiden Themen ziemlich schlecht auch noch die Migranten / Ausländer mit als Schuldige einbeziehen - sonst käme das seitens der FPÖ sicher auch noch hinzu. Lässt sich doch aus dem Gegeneinander, Abneigung und geschürte Feindbilder immer das breiteste Unterstützungspotential gewinnen. Hass und Aggressionen mobilisieren leider viel stärker, als Zusammenhalt und Zuneigung.
Alles, was nach vielen freien Wählerstimmen aussieht, wird ins Boot gezogen - wie zum Beispiel hier bei den Gemeindebau-Mieten. Dass das vorher eigentlich ein KPÖ-Bezirksrat aufs Tapet gebracht hat - und dass die FPÖ schon lange Zeit vorher trotz direkter Information zu der Thematik keinen Finger gerührt hat: Was soll's?
Dass man für jeden, der noch halbwegs ein paar Gehirnzellen vom Überkochen bewahrt hat, längst jenseits der Wählbarkeits-Grenze gelandet sein müsste, zählt offenbar nicht. Um Wählerstimmen geht es - denn: "Ich will Kalif werden anstelle des Kalifen!"
Wohl bei der FPÖ, aber nicht bei uns!
Bei der Demokratischen Alternative stehen Sachpolitik und wirkliche, nachhaltige Lösungen im Vordergrund - egal durch wen ...

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