Zwischen Vision und Wirklichkeit (3.12.2022)

 

https://www.parlament.gv.at/PAKT/PR/JAHR_2022/PK1402/index.shtml

Zitat: Der 3. Dezember ist der Internationale Tag der Menschen mit Behinderungen. In dessen Vorfeld luden die drei Nationalratspräsident:innen Wolfgang Sobotka, Doris Bures und Norbert Hofer sowie Bundesratspräsidentin Korinna Schumann gestern Abend zu einer Auftaktveranstaltung ins Wiener Museumsquartier mit dem Titel "Herausforderungen im Alltag für Menschen mit Behinderungen. Zwischen Vision und Wirklichkeit". Im Zentrum stand die Bewusstseinsbildung über die Rechte und Anliegen von Menschen mit Behinderungen. Eine Gesellschaft im 21. Jahrhundert, die sich als humane Gesellschaft bezeichnet, müsse allen Menschen die Teilhabe ermöglichen, erklärte Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka in seiner Rede. Dazu brauche es eine Veränderung im Bewusstsein, welche nur durch einen permanenten Dialog erreicht werden kann. Als wichtigste Frage erachtete Sobotka die rechtliche Verankerung. Hier gelte es nicht nur einen Rechtsanspruch für Menschen mit Behinderungen auf den Weg zu bringen, sondern diesen so zu gestalten, dass er auch durchsetzbar ist. ... Die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen sei in Österreich zwar verfassungsrechtlich verankert. In der Realität gebe es aber nach wie vor sehr viele Hürden und die Ziele für eine berufliche und barrierefreie Teilhabe seien noch lange nicht erreicht, erklärte Bundesratspräsidentin Korinna Schumann. Dementsprechend lang sei die Forderungsliste und warte auf ihre Umsetzung. ... Die Veranstaltung fand anlässlich der erneuten Teilnahme des Parlaments an der weltweiten Inklusionskampagne #PurpleLightUp statt. Diese möchte auf die Rechte und Anliegen von Menschen mit Behinderungen aufmerksam machen. Dieses Jahr steht die ökonomische Selbstbestimmung und gleichberechtigte Teilhabe an der Gesellschaft im Mittelpunkt. Neben der Veranstaltung wird als weiterer Programmpunkt die Fassade des Ausweichquartiers des Parlamentes in der Wiener Hofburg als sichtbares Zeichen heute Nacht wieder lila beleuchtet. 

 

Und gleichzeitig soll am kommenden Dienstag im Verfassungsausschuss ein Wahlrechsvorschlag der Regierungsfraktionen behandelt werden, der Alten, Kranken und Behinderten, die ans Bett gefesselt sind oder ihr Heim nicht / nur unter großen Schwierigkeiten verlassen können sogar die heute noch bestehende Möglichkeit streicht, wenigstens unter Zuhilfenahme eines Notars ohne Gang aufs Gemeindeamt eine Unterstützungserklärung für wahlwerbende Listen oder Personen abzugeben!

Aber nett, dass das Ausweichquartier des Parlamentes in der Wiener Hofburg wieder lila angestrahlt wird. Vielleicht geht dann manchen ob einer derartigen Impertinenz und politischen Scharlatanerie ein Licht auf!