Undiskutiert steckt die SPÖ bereits seit langer Zeit in einer tiefen Krise. Vor allem weil sich die einfachen Menschen - sofern sie nicht aus Frust oder Überzeugung längst zur FPÖ abgedriftet sind - insbesondere von ihr Hilfe und Unterstützung in sozialen Fragen und bei Alltagsproblemen des täglichen Lebens erwarten, ... und die SPÖ nicht liefert. Übrigens ebenso wenig wie die anderen, wenn man einmal irgendwo das Sagen hat, und nicht in der Opposition mit hohlen Phrasen, leeren Versprechungen oder platten Ideologien punkten kann. Und dann taucht einmal ein Gerhard Zeiler auf, der durch eine Ablöse des SPÖ-Vorsitzenden Andreas Babler "als Übergangskandidat" die SPÖ retten und ihr zu alter Stärke verhelfen will. Geht das überhaupt? Vor allem: Geht das SO? Ist Andreas Babler überhaupt personell der springende Punkt, und mit seiner Ablöse das Problem gelöst? Sind da nicht ganz andere Personen im Hintergrund die roten Strippenzieher? Und wer hat IHN an der Strippe, den auf einmal aufgetauchten Herrn Zeiler? Könnte es nicht sein, dass dieser ganze Plan gar nicht aus der SPÖ stammt, sondern das aus schwarz/türkis/pinken Kreisen kommt? Etwa um ohne Störung durch eine Flipperkugel-SPÖ noch rasch Kassa machen zu können, bevor demnächst sowieso eine fahrlässig an die Macht gehievte FPÖ für einige Zeit selber zum maßgeblichen oder gar alleinigen Abkassierer wird? Die einfachen Menschen brauchen Lösungen für ihre Probleme - durch kluge, nachhaltige und sozial verträgliche Entscheidungen. Und keine parteiinternen Enthauptungen. Sie brauchen Taten für die breite Bevölkerung und das Land, also wirkliche Hilfe. Auch keine neuen "Erzählungen" - sprich Märchen! (Zusammenfassung in einfacher Sprache)
https://orf.at/stories/3443910/
Zitat: Nach Kritik an der Art der Bekanntgabe seiner Ambitionen auf den SPÖ-Chefsessel wirbt Medienmanager Gerhard Zeiler nun in einem offenen Brief um die Unterstützung der SPÖ-Mitglieder. „Die SPÖ ist auf dem Weg, bundespolitisch irrelevant zu werden“, so Zeiler in dem Schreiben, das heute auf seiner Website veröffentlicht wurde. Es gebe keinen anderen Weg, „als jetzt die Veränderung herbeizuführen“, befand er. „Die SPÖ muss in die Mitte rücken.“
Was oder besser gesagt wer hinter dem merkwürdigen Vorstoß von Gerhard Zeiler steckt werden sich in den vergangenen Tagen wohl viele gefragt haben. Und in der SPÖ selbst hat sich da noch kaum wer als offener Unterstützer aus der Deckung gewagt.
Angesichts dessen lässt der heutige "Offene Brief" auf Zeilers Homepage (angekündigt) gar merkwürdige neue Möglichkeiten in den Bereich des Wahrscheinlichen rücken. Was liest man da? Zitat: "Ich habe in den vergangenen Wochen viele Gespräche in der SPÖ geführt. Und diese Gespräche haben mich in meiner Überzeugung bestärkt, dass es absolut möglich ist, den Siegeszug der Rechten aufzuhalten.“ Das aber nur, so Zeiler, „wenn wir – die Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten in Österreich – uns ändern, eine Neuausrichtung der Partei vornehmen und sie in die Mitte führen“.
In die Mitte führen???
"Mehr Mitte" als jetzt eh schon weitgehend einer ÖVP- und NEOS-Politik die Mauer zu machen?
Und dadurch will Zeiler die SPÖ-Wähler wieder zurück ins Boot holen? Ernsthaft?
Klingt das nicht eher danach, dass hier Leute als Hintermänner unterwegs sind, die aus schwarzen, türkisen oder pinken Lagern kommen? Und die es ungern sehen, dass ihnen derzeit eine recht unberechenbare SPÖ-Riege in der Regierung andauernd bei weiteren schwerwiegenden Deregulierungen und einem ultimativen sozialen Erdrutsch im Weg ist? Dass sich also ein noch rasch für die Strippenzieher "Kassa machen" nicht mehr so pipifein ausgeht, ehe sowieso unabwendbar die Kickl-FPÖ ganz oder zumindest maßgeblich übernimmt?
Ist DAS vielleicht der Plan hinter dem Plan?
Den Pläneschmiedern ins Stammbuch geschrieben:
Die einfachen Menschen aus der breiten Bevölkerung brauchen kein parteiinternes Blutbad! Vor allem nicht, wenn gar nicht klar ist, ob überhaupt "der Richtige", das heißt wirklich Verantwortliche für die aktuelle Misere hingerichtet wird - oder ob nicht der, der "Kalif werden will anstelle des Kalifen" sogar noch Übleres im Schilde führt.
Die Menschen brauchen auch keine neuen oder modifizierten "Erzählungen" - sprich sowieso nur wieder G'schichtln, also Märchen. Und bloß auf Propaganda und Medienbehübschungen zu bauen, die eine andere Realität vorgaukeln sollen, ist eine ganz blöde Idee.
Die Menschen brauchen - wie, passender als je zuvor, das Land (die Umwelt, die Anpassung der Infrastrukturen etc.) - Lösungen zu den aktuellen und zukünftigen Problemen. Durch kluge, ja weise, nachhaltige und sozial verträgliche rasche Entscheidungen samt dazu passenden umgehenden Taten.
Wer das zu liefern imstande ist, der braucht sich als politische Kraft vor einer Kickl-FPÖ nicht zu fürchten. Weder unter einem Vorsitzenden Babler noch unter einem Zeiler, ja nicht einmal unter einer Pippi Langstrumpf.

Hier als Homepage-Administrator aktiv. Daher müssen nicht alle Beiträge auch zwingend von mir stammen.
