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Sie sollten nicht leben (18.8.2026)

 

"Wir sollten in Gaza gezielte Tötungen ausführen, 30 bis 40 jede Nacht ausschalten. Nicht nur die, von denen unmittelbar eine Gefahr ausgeht. Es gibt dort Leute, die keine Menschen sind. Ihnen sollte nicht erlaubt sein, zu leben." Wenn der - weiterhin amtierende - Minister für die nationale Sicherheit eines Staates so etwas offen sagt, dann wird es merkwürdig, dass ebendieser Staat sich über 80 Jahre nach dem schrecklichen Geschehen damals immer noch auf den Holocaust bezieht, um sich einen internationalen Freibrief für alles und jedes zu sichern. Ein Verbrechen wiegt ein anderes nicht auf! Und man darf sie nicht nur benennen, man muss sie benennen - und die Verbrecher zur Verantwortung ziehen. Nicht "die Juden", nicht "die Israeli" (allein schon weil es auch unter ihnen genügend Menschen gibt, die so ein Vorgehen schärfstens verurteilen) - aber eben die Verbrecher, jeden einzelnen! Wir müssen außerdem viel genauer hinschauen und darüber nachdenken, was da insgesamt an Motiven dahintersteht und vorgeht. (Zusammenfassung in einfacher Sprache)

 

https://orf.at/stories/3439389/

Zitat: Israels rechtsextremer Polizeiminister Itamar Ben-Gvir hat sich für eine Ausweitung der Politik der „gezielten Tötungen“ von Palästinensern, die Israel als Gefahr einstuft, ausgesprochen. Es sei kein Geheimnis, dass er in dieser Frage Meinungsverschiedenheiten mit Ministerpräsident Benjamin Netanjahu habe, sagte Ben-Gvir in einem Podcast mit der ehemaligen Gaza-Geisel Rom Braslavski. Die Kommentare gelangten gestern an die breite Öffentlichkeit und sorgten angesichts der aktuellen Verhandlungen mit den USA für besonderes Aufsehen. „Ich denke, dass man gezielte Tötungen in Gaza ausführen sollte, jede Nacht 30, 40 (Menschen, Anm.) entfernen“, sagte der Vorsitzende der Partei Ozma Jehudit. Er beziehe sich dabei nicht nur auf militante Palästinenser, die eine unmittelbare Gefahr darstellten, so der Polizeiminister. Es gebe im Gazastreifen viel mehr Menschen, die es nicht verdient hätten, zu leben.

 

Diese Aussage eines Ministers für die nationale Sicherheit ist ein offenes Bekenntnis zum Massenmord, ja genau genommen Genozid. Und dass das ausgerechnet aus Israel verlautet, ist geradezu paradox. Dort werden die Grausamkeiten und Verbrechen des Holocaust auch nach über 80 Jahre noch wie ein internationales Schutzschild gegen jedwede Kritik vor sich her getragen. Und heutzutage äußerst sich der zuständige Minister für die nationale Sicherheit in so einer Weise zum genau genommen selben Thema?

Ist es nur auf persönlichen Hass zurückzuführen, auf religiöse Verblendung? Sind es nicht vielmehr Profitinteressen und perfide im Voraus geplante Massenvertreibungen und Tötungen durch gierige, gewissenlose Geschäftemacher samt ihren politischen Handlangern? Weil diesen Verbrechern bei einem Landstrich, nach dem man die Hand ausstreckt die dort gerade lebende Bevölkerung und Besiedelung im Weg ist?

Nur dort - nicht auch in vielen anderen Gebieten auf der Welt, vor allem denen wo wertvolle Bodenschätze vermutet werden?

Und was tun WIR zu alldem, wir in den übrigen nicht direkt betroffenen Ländern?

Na, kaufmännisch gerundet, GAR NICHTS!

Außer natürlich dass auch die Rüstungsfirmen in diesen ach so zivilisierten Ländern brav Waffen und Munition für die Tötungen liefern. Pecunia non olet (Geld stinkt nicht)!

Und: In Wahrheit sind die Vertriebenen als möglichst viel Unruhe stiftende Zuwanderer überaus willkommen. Nämlich genau solchen superreichen Geschäftemachern und ihren politischen Handlagern - quer über alle Parteifarben hinweg. Denn solange Zwietracht an der Basis herrscht und dort die Feindbilder für die großen Bevölkerungsgruppen angesiedelt sind haben die wahren Verursacher all unserer heutigen globalen Probleme ihre selige Ruhe, und sie bleiben von "Fackeln und Heugabeln" verschont - um dafür eine alte Symbolik zu gebrauchen. Divide et impera = Teile und herrsche! 

Aber gerade heutzutage, wenn wir allein schon aus dem Klimawandel - von Dürre, Wassermangel und andererseits Überschwemmungen, Muren und Felsstürzen - selbst erleben, wie zerbrechlich die eigene Lebensbasis auf einmal ist und dass wir selber womöglich in Kürze zu Flüchtlingen werden könnten sollten wir uns etwas besser in diejenigen hineinversetzen können, die uns als feindliche Zielscheiben vor die Nase gehalten werden.