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RH kritisiert Grundstücksdeals der Stadt Wien (4.8.2023)

 

https://wien.orf.at/stories/3218657/

Zitat: Der Bundesrechnungshof (RH) kritisiert in einem Rohbericht die Grundstücksgeschäfte der Stadt Wien. Kritisiert werden in dem Bericht die mangelnde Kontrolle und Grundstücksverkäufe zum Diskontpreis, berichtete die Tageszeitung „Die Presse“. ... Auch stieß der Rechnungshof laut „Presse“ auf „politisch heikle“ Grundstücksgeschäfte. Etwa habe die Stadt im 22. Bezirk eine Liegenschaft um 261.400 Euro an die (stadteigene) Wien Holding verkauft. Diese verkaufte die Liegenschaft noch am selben Tag um 350.000 Euro weiter, „was einer Wertsteigerung von rund einem Drittel innerhalb eines Tages“ entspricht, konstatierte der Rechnungshof dem Bericht zufolge. Die Stadt sei dabei über die Verkaufsabsicht der Wien Holding und den Preis informiert gewesen. Die Liegenschaft habe zwar zu diesem Zeitpunkt eine Bausperre aufgewiesen, dennoch seien in den folgenden Jahren zwei Bauprojekte genehmigt und der Flächenwidmungs- und Bebauungsplan geändert worden. Laut dem Bericht wurde das Grundstück 2012 dann um 1,4 Millionen Euro veräußert, ehe es 2018 abermals verkauft worden sei, diesmal um sieben Millionen Euro, hieß es.

 

An sich benötigt der Beitrag gar keinen Kommentar.

Wir erinnern hierzu nicht nur an unseren Beitrag über den Abriss eines Biedermeierhauses, sondern weisen auch darauf hin, dass wir aufgrund der Funktion zahlreicher Mitglieder der DA als Mietervertreter die Entwicklungen im Flächenwidmungs- und Bebauungsplan der Stadt Wien recht genau verfolgen.

Die eingangs zitierte Meldung bestätigt nur unseren daraus über Jahre hinweg gewonnenen Eindruck!

Siehe auch diesen Beitrag im Standard - oder diesen im Kurier. Oder diese aktuelle Abhandlung über die Folgen der Bodenversiegelung im ORF.

Aber anscheinend arbeiten die politisch Verantwortlichen nicht GEGEN die Grundstücksspekulation und ihre dramatischen Folgen, sondern agieren vielmehr in Schlüsselfunktionen dabei!

Man lese zum Beispiel diese - mit Dokumenten und Korrespondenz belegte - Darstellung des Mieterbeirats im Hugo Breitner Hof zu den Vorgängen rund um die "Alte-Leute-Siedlung". In diesem Fall sogar direkt durch Wiener Wohnen (samt Mitwirkung des Bundesdenkmalamts).