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Neuerlich falsche Angaben und Verrechnungen im Wiener Gemeindebau (7.10.2026)

 

Ein - zugegeben nicht ganz unbekannter - Mieterbeirat deckt hier gut belegt auf, dass Wiener Wohnen falsche Wohnungsgrößen, Hauptmieten und offenbar auch zu entrichtende Finanzierungsbeiträge in die Wohnungsangebote des neuen Systems der Wohnberatung Wien stellt. Offenbar systematisch und wissentlich - weil als Faktum auch schon länger bekannt. Mehrere solche Fälle, die als "Fehler" immer nur zu Lasten der Mieter gehen, sind aufgetaucht und nachgefragt worden. Bei Stadt Wien - Wiener Wohnen, jener städtischen Unternehmung, der laut Statut das Wohl der einkommensschwächeren wohnungsbedürftigen Personen und Familien in Wien anvertraut worden ist. Aber das ist eigentlich fast schon der geringere Skandal! Der größere ist, dass die Parteien - auch die Oppositionsparteien, die Medien und Mieterschutzorganisationen dazu schweigen. Oder haben Sie in den vergangenen Tagen dazu etwas gelesen? (Zusammenfassung in einfacher Sprache)

 

https://hugobreitnerhof.ning.com/xn/detail/2451554:Comment:121273

Zitat: Seit 22.9.2026 ist nun das neue System zur Wohnungssuche der Wohnberatung Wien für Interessenten zugänglich - auch mit Mietobjekten aus unserer Wohnhausanlage, für welche uns insbesondere aus den gegen Wiener Wohnen geführten Mietrechtsverfahren recht konkrete Informationen vorliegen. Hierbei stieß eine Interessentin auf das angebotene Objekt Molischgasse 9/58A/6 (Screenshots des Headers und der gesamten Angebotsseite liegen bei) - mit angegebenen 50 m2 Wohnfläche, einer Miete netto von EUR 337,00 und Betriebskosten netto von EUR 145,10. Nun wissen wir aber schon seit der Vermessung unserer Wohnhausanlage durch die MA 25 im Jahr 2012, dass dieses Mietobjekt nur 48,53 m2 groß ist. Auch Wiener Wohnen weiß das, und dieses Vermessungsergebnis wurde längst rechtskräftig. Und siehe da: Auch diesem Wohnungsangebot liegt ein Bestandsplan über 48,53 m2 bei ...

https://hugobreitnerhof.ning.com/group/verrechnungsprobleme/forum/topics/fragwurdige-berechnung-des-finanzierungsbeitrags-bei-dachgescho-w

Zitat: Die Errichtungskosten wurden am 9.11.2012 gegenüber den Mietern dieser 199 Wohnungen als wirtschaftliche Einheit endgültig abgerechnet (Beispiel anbei). Aus dieser ergab sich ein Finanzierungsbeitrag in Originalhöhe pro m2 von EUR 150,59. Für die beiden besagten Wohnungen ergibt das EUR 9.976,59 und EUR 8.335,16. Verlangt werden hier aktuell im Anbot von Wiener Wohnen EUR 8.924,03 und EUR 7.454,07. Aber: Die Cossmanngasse 20/123/10 hatte Erstbezugsdatum 1.9.2005! Siehe die beigelegte Bekanntgabe von Wiener Wohnen im Mietrechtsverfahren für die Jahre 2004 bis 2006. Die Linzer Straße 319/9/10 muss überhaupt schon vor 2004 bezogen worden sein, sonst würde diese Wohnung ja wohl auch in der Liste von Wiener Wohnen für die Jahre ab 2004 aufscheinen. Und die baubehördlichen Benützungsbewilligungen müssen ja sogar davor stattgefunden haben. Sofern überhaupt vorhanden, denn vorgelegt wurden uns die Fertigstellungsanzeigen gemäß § 128 der Bauordnung für Wien trotz Anforderung sogar in den Gerichtsverfahren bis heute nicht. Ab diesem Datum wurde von Wiener Wohnen wohl mindestens einmal (!!) der entsprechende Teil des Finanzierungsbeitrags gemäß Mietvertrag bei der Rückzahlung an den ausziehenden Mieter einbehalten. Also bei über 20 Jahren halbwegs durchgehender Bewohnung ab Benützungsbewilligung mindestens einmal über 40 Prozent! Wieso bezahlen die Interessenten für diese Wohnungen dann (womöglich neuerlich) fast den 2012 abgerechneten Originalbetrag???

 

Natürlich ist es allein schon ein Riesen-Skandal, dass Wiener Wohnen hier offenbar wissentlich falsche (nämlich zu große) Wohnungs-Quadratmeter angibt und dafür falsche (nämlich zu hohe) Hauptmieten kassiert. Bei ohnehin schon einem Hauptmietzins-Überschuss von über 8,3 Millionen Euro - allein für diese eine Wohnhausanlage. Und anscheinend auch zu hohe Finanzierungsbeiträge kassiert - obwohl man als Stadt Wien gerade erst veröffentlicht hat, junge Familien beim Start in ein neues Zuhause zu unterstützen - durch ein eigenes Darlehen für den Eigenmittelanteil von geförderten Wohnungen.

 Aber was schon unerträglich schmerzt ist das breite Schweigen dazu!

Keine Medienberichte, keine Reaktion der politischen Parteien oder Interessensvertretungen. Gar nichts!

Wo sind wir hier? In Österreich?

Bei Ländern wie Ungarn, Polen, Russland, der Türkei oder Nordkorea wäre die österreichische mediale und politische Empörung über solche Zustände wahrscheinlich groß. Aber wenn es um die hauseigene Misere geht: Nichts, der Rest ist Schweigen ...