Fast 15 Prozent der Spitalspatienten starben (24.5.2022)

 

https://orf.at/stories/3267504/

Zitat: Fast 15 Prozent der seit Ausbruch der Pandemie bis Ende März 2022 in den heimischen Krankenhäusern stationär aufgenommenen Covid-Patientinnen und -Patienten haben die Krankheit nicht überlebt.

 

Entsetzlich - fast 15 Prozent! Und (ohne jeden Sarkasmus oder Unterschleifen): Es ist ja wirklich jeder Tote, jeder Schwer- oder Schwerstkranker einer zuviel. Gar keine Frage!

Aber, Moment! Da steht ja noch etwas - Zitat: Seit Ausbruch der Pandemie wurden in Österreich drei Prozent aller positiv auf SARS-CoV-2 getesteten Personen in einem Krankenhaus behandelt

15 Prozent von 3 Prozent - das macht nach Adam Riese 0,45 Prozent - also 4,5 Promille!

Und schaut man in das AGES Dashboard: Da sind derzeit 4.275.209 laborbestätigte Fälle und 19.867 Verstorbene ausgewiesen. Das bestätigt den obigen Prozentsatz mit genauer gerechneten 0,464 Prozent.

Lassen wir dazu einmal beiseite, wieviele Personen davon AN oder MIT SARS-CoV2 verstorben sind - obwohl Zitat: Fast die Hälfte aller seit Pandemiebeginn verzeichneten Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 – exakt 47 Prozent – betraf Menschen, die ausschließlich auf Normalstationen gepflegt wurden. Das deutet darauf hin, dass bei vielen sich die Verlegung auf die Intensivstation nicht mehr als zweckmäßig erwiesen hat. Wohl entweder aufgrund des Alters oder von Vorerkrankungen - oder beides. Aber wie gesagt: Reden wir nicht davon - ebensowenig wie die offizielle mediale Berichterstattung über den Effekt "wegen oder mit Omikron hospitalisiert" redet!

Reden wir auch nicht über die noch offene Frage, was es tatsächlich mit der Nacherfassung von mehr als 3.000 COVID-19-Todesfällen in diesen über 19.000 Toten auf sich hat.

Aber reden wir über die so oft bemühte Relation zwischen SARS-CoV2 und Influenza. Zitat aus einem Faktencheck vom 17.12.2020: Eine wichtige Kennziffer ist die Case Fatality Rate oder Letalitätsrate. Die beziffert den Anteil der Personen mit einer bestimmten Erkrankung, die an eben dieser sterben. Bei der Grippewelle von 2017/2018 lag die dem RKI zufolge bei 0,5 Prozent.

Wie gesagt: Jeder Tote ist einer zuviel - und selbstverständlich ist die ganz andere Beschaffenheit von z.B. der Alpha- oder Delta-Variante und Omikron zu berücksichtigen.

Doch schön langsam sollten wir bei den geschnürten Maßnahmenpaketen und kühnen Szenario-Vorhersagen wieder die Kirche im Dorf lassen und auf die von Sebastian Kurz ausgegebene Angstmache-Strategie verzichten.

Auch in den Medien!

 

P.S.: Dürfen wir bei dieser Gelegenheit darauf hinweisen, dass der "aktuelle" Bericht über Meldungen vermuteter Nebenwirkungen nach Impfungen zum Schutz vor COVID-19 der BASG derzeit vom 28.4.2022 ist (Stand 22.4.2022) und wir heute den 24.5.2022 schreiben?