Zu jung für die Pension (5.2.2019)

 

https://kurier.at/meinung/zu-jung-fuer-die-pension/400397759

Zitat: Die Österreicher leben zwar lang, sind mit fortschreitendem Alter aber überdurchschnittlich kränklich. Da rächt sich möglicherweise der hohe Nikotin- und Alkoholkonsum. Oder trübt der vergleichsweise frühe Pensionsantritt die Statistik, weil sich etliche kränker darstellen (oder tatsächlich fühlen), als sie sind, um der Arbeitslast zu entfliehen?

 

Sehen wir einmal von der mit-verpackten ungeheuren Impertinenz ab (einfach weniger rauchen und saufen und sich nicht dann in die Frühpension verdrücken, etc.), die in dieser wahrscheinlichen Auftragsarbeit der Industriellenvereinigung, Wirtschaftskammer, Bundesregierung etc. enthalten ist.

Was sind denn die angesprochenen "Handlungsgebiete", die wohl mit solchen Artikeln eingeläutet werden?

Nicht kränker darstellen - im Klartext wohl die Zumutbarkeit verschärfen, auch krank zu arbeiten (eher: in der sehr wohl bestehenden Krankheit bei Arbeitsunfähigkeit keine Unterstützung zu bekommen).

Umschulung und Jobwechsel - da dies ohnehin bereits gang und gäbe ist, aber keine Entlastung des Arbeitslosenproblems bringt im Klartext wohl die Zumutbarkeitsbedingungen für Jobs weiter verschärfen (eher: dann bei Nicht-Annahme keine Unterstützung zu bekommen).

Schutzbestimmungen für Ältere lockern - im Klartext die Älteren noch viel lockerer in die Arbeitslosigkeit entsorgen können und Jüngere/Billigere einstellen.

Bessere Altersteilzeit- und „Time-Sharing“-Modelle mit jungem Nachwuchs - im Klartext einen Job auf zwei aufteilen können, die dann als insgesamt EINE Arbeitskraft noch länger arbeiten, bei denen ein leistungsfähiger Junger zusammen mit dem Know How des Alten perfekt schuften können, aber beide nur die Gage von einem bekommen - und daher beide mit bloß der Hälfte dessen nicht leben können.

Na perfekt!
Wie heißt es so schön?

"Geht's der Wirtschaft gut, .... (geht's den Shareholdern gut!)