Wieso es keine Kerosinsteuer gibt (27.7.2019)

 

https://www.beobachter.ch/umwelt/umweltpolitik/klimakiller-flugzeug-wieso-es-keine-kerosinsteuer-gibt

Zitat: Auf Benzin und Diesel zahlt man als Autofahrer verschiedene Steuern. Beim internationalen Flugverkehr ist das ganz anders: keine Mineralölsteuer, keine Mehrwertsteuer und keine CO2-Abgabe. Rein gar nichts.

 

Das Thema Kerosinsteuer ist in diesen Zeiten aktueller denn je. Es gibt darüber eine intensive Diskussion!
 
Wenn man vor allem daran denkt, dass so gut wie jeder andere Energieträger - besonders im Bereich Mobilität - besteuert wird, ist die Überlegung warum dies bei Kerosin nicht auch passieren sollte erlaubt.
 
Alleine aus der Sicht der Gerechtigkeit gegenüber allen anderen Mobilitätsbereichen wäre dies schon zu überlegen und durchaus sinnvoll - von der ökologischen Sicht gar nicht zu sprechen!
 
Allen Gegnern einer Abgabe auf Kerosin muss man die Umstände näher bringen, warum es überhaupt zu einer solchen "Ausnahme" gekommen ist. Zitat aus dem verlinkten Beitrag: Die kuriose Ausnahme gilt seit 1944. Damals unterzeichneten 52 Staaten das Chicagoer Abkommen. Es sollte die Freundschaft zwischen den Völkern und den Frieden sichern sowie die Weltwirtschaft und die Luftfahrt fördern. Denn als sich das Ende des grausamen Weltkrieges abzeichnete, stand die kommerzielle Luftfahrt erst am Anfang ihrer Geschichte.
 
Man wollte also während des zweiten Weltkrieges die Völkerverständigung fördern, indem man das Fliegen begünstigt - somit den Personenverkehr zwischen Ländern, ja Kontinenten.
 
Im Grunde sogar eine durchaus vernünftige Begründung!
Oder ging es mehr um die Wirtschaft?
 
Aber im Zeitalter von Internet, Social Media und weltweiten digitalen Kommunikationsmöglichkeiten durchaus kritisch zu hinterfragen, denn das Fliegen hat wohl nicht mehr die Bedeutung für die Völkerverständigung.
 
Man kann also heute durchaus nachdenken, ob diese "Ausnahme" noch notwenig ist, ob sie denn gerecht ist!
 
Besonders dann, wenn es vernünftige Konzepte dazu gibt, und wenn die Mittel, die daraus gewonnen werden für die Verbesserung und den Ausbau von ökologischen Alternativen der Mobilität verwendet werden. Nämlich wirklich dafür - und nicht um Budgetlöcher zu stopfen!