Van der Bellens Herausforderer (13.7.2022)

 

https://kurier.at/politik/inland/das-sind-die-hofburg-kandidaten/402073501

Zitat - weil es wichtig ist samt den ÜberschriftenVan der Bellens Herausforderer: Ein Bierfan, zwei Blaue und ein Impfgegner - Bundespräsident Alexander Van der Bellen dürfte sich bei der Hofburg-Wahl am 9. Oktober vier Mitbewerbern gegenüber sehen. Am 9. Oktober findet die 14. Bundespräsidentenwahl der Zweiten Republik statt. Amtsinhaber Alexander Van der Bellen hat angekündigt, wieder anzutreten. Am Dienstag wurde bekannt, dass die FPÖ Walter Rosenkranz ins Rennen schickt. Damit ist sie die einzige der im Parlament vertretenen Parteien, die einen Kandidaten nominiert. Vorbehaltlich des Erreichens der notwendigen 6.000 Unterstützungserklärungen dürften auch der ehemalige FPÖ- bzw. BZÖ-Politiker Gerald Grosz, der Chef der Impfgegner-Partei MFG Michael Brunner sowie der Chef der Bierpartei Dominik Wlazny alias Marco Pogo auf dem Wahlzettel stehen. Erstmals seit 1980 stehen mutmaßlich nur Männer zur Wahl. ...

 

Und das schon einmal unter dem Link - Zitat: das-sind-die-hofburg-kandidaten !!!

Womit der Kurier - wohlgemerkt am 13.7.2022 - bereits festschreibt, was die Wahlberechtigten ab 9.8.2022 erst zu entscheiden haben!

Eine Frage: Wozu "gehen wir einfache Würstel an Fußvolk dann überhaupt noch hin"?

Es sagen uns doch sowieso schon die Medien, wie es ausgehen wird. Sorry, falsch: Auszugehen hat!

Da könnten wir uns doch das ganze teure Demokratie-Brimborium zu Lasten der Steuergelder gleich ganz sparen, und das anwenden, was längst IST:

Dass sich ein paar Großparteien und Berufspolitiker (quer über alle Couleurs) längst darauf verständigt haben, dass sie - wenn einmal gemeinsam in einer Mehrheit - zum eigenen Wohl dem Ruf des großen Geldes folgen und alles andere links liegen lassen.  Gegen das eigene Volk und seine Interessen - nur danach trachtend, dass sie sich die Pfründe und Posten daraus halbwegs teilen (auch wenn gerade nicht "ganz groß dabei") und dass möglichst kein "Neuer" an diesem Mega-Steuergeld-Kuchen mitnaschen kann. Ideologien? Überzeugungen? Wahlversprechen? Lächerlich! Es gilt "das freie Mandat"!

 

Wir sind wohl eines der "speziell besonderen Länder" (weder Operettenstaat noch Bananenrepublik trifft es genau), in denen sogar auf dem Parlamentsserver zu lesen ist - Zitat: Wenn von der Verfassung eines Staates gesprochen wird, kann aber auch eine Beschreibung davon gemeint sein, wie Abläufe in einem Staat tatsächlich funktionieren: Wer verfügt über Einfluss, wer bestimmt Themen, wer kann Projekte verhindern, oder wie kommen Entscheidungen zustande. In Österreich ist es z. B. so, dass die Bundesverfassung in sehr vielen Staatsangelegenheiten eine zentrale Stellung für das Parlament vorsieht. Tatsächlich dominieren aber die Regierung und die Regierungsparteien weite Teile der Politik. So wird etwa in den Medien regelmäßig berichtet, dass „sich die Regierung auf ein Gesetz geeinigt hat". Selbstverständlich wird der Gesetzentwurf dann noch dem Nationalrat und dem Bundesrat zur Beschlussfassung vorgelegt. Aber selbst wenn dort nach intensiven Diskussionen noch Änderungen vorgenommen werden, bleibt in der Öffentlichkeit oft der Eindruck, dass letztendlich nicht das Parlament, sondern die Regierung Gesetze beschließt. Neben der formalen Verfassung gibt es die "gelebte" Verfassung - die sogenannte Realverfassung. Die Realverfassung beschreibt die verschiedenen informellen (im Gegensatz zu den formellen) Abläufe, die im politischen Geschehen wirksam werden. So wird der Einfluss der Bundesregierung, der Landeshauptleute oder der politischen Parteien klar.

 

Artikel 1 der österreichischen Bundesverfassung - Zitat: Österreich ist eine demokratische Republik. Ihr Recht geht vom Volk aus.

Oder Artikel 52, Abs. 1 - Zitat: Der Nationalrat und der Bundesrat sind befugt, die Geschäftsführung der Bundesregierung zu überprüfen, deren Mitglieder über alle Gegenstände der Vollziehung zu befragen und alle einschlägigen Auskünfte zu verlangen sowie ihren Wünschen über die Ausübung der Vollziehung in Entschließungen Ausdruck zu geben.

Selten so gelacht!

 

Und was wird daraus noch klar? ZitatDas Vertrauen in die österreichische Politik ist gering, wie einer Umfrage der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zu entnehmen war. Während die österreichischen Werte zu den niedrigsten der heute veröffentlichten Umfrage gehörten, erzielten Finnland und Norwegen über 60 Prozent. Insgesamt wurden über 50.000 Menschen in 22 Ländern befragt. Österreich lag mit 24,31 Prozent des Vertrauens in die Politik bei Frauen und 27,40 Prozent bei Männern unter dem Schnitt der OECD (41,32 Prozent Frauen, 44 Prozent Männer).

Also - nur um sich das auf der Zunge zergehen zu lassen: Was ist mit den restlichen 75,69 Prozent der Frauen und 72,6 Prozent der Männer?

Fahren die auch auf das ab, was uns Medien wie der Kurier breitflächig ausrichten?

 

Oh, da ist ja noch ein Zitat von eben heute: Kommission kritisiert heimische Regierungsinserate ... Der Report äußert zudem wieder Sorgen über hohe staatliche Werbeausgaben und den damit verbundenen politischen Einfluss.

Moment, WER bekommt diese Regierungsinserate? Nicht vielleicht vor allem die, die uns jetzt schon sagen, wie es auch diesmal wieder ausgehen wird?

Was haben DIE denn dazu beigetragen, dass es AUCH ANDERS ausgehen könnte?

Finden Sie dazu etwas beim Kurier - wie etwa zur Bekanntgabe unserer Kandidatur?

Hat der das vielleicht nicht bekommen?

Na selbstverständlich hat er es - sogar die Chefredaktion!

 

Fazit: Wir Wahlvolk lassen uns am eigenen Nasenring durch den Kakao ziehen. Von einem in sich gut funktionierenden politischen Ganzen - bis hin zu den Medien, der Justiz, alles. Denn was sonst soll uns z.B. zum Zustand der Justiz der Satz im o.a. Zitat sagen: Außerdem solle die Justiz in die Bestellung von hochrangigen Gerichtspräsidenten einbezogen werden, heißt es in dem heute vorgelegten Bericht der EU-Kommission zur Rechtsstaatlichkeit. 

Ein gut funktionierendes politisches Ganzes, in dem nur eines störend im Weg ist: Wir einfache Bürger und Menschen dieses Landes!

Ah ja, und auch noch so seltsame Foren und Plattformen, wo diese "Typen und Typinnen aus dem Fußvolk" schreiben können, was sie wirklich selber denken. Aber an der Lösung dieses Problems aus medial unkontrollierten Ausreißern wird inzwischen eh längst gearbeitet!

 

Das kann ich - Gerhard Kuchta - als Autor und Kandidat vielleicht noch einigermaßen ruhig ertragen. Weil eben schon längst nichts anderes mehr gewohnt.

Aber als Bürger und Wähler: NIEMALS!

 

Zitat: Nach der Entscheidung der FPÖ von Dienstagabend, Walter Rosenkranz ins Rennen um die Hofburg zu schicken, haben er und Parteichef Herbert Kickl am Mittwoch die ersten Eckpunkte der Kandidatur skizziert. Das Motto des Wahlkampfs lautet: „Holen wir uns unser Österreich zurück“.

Wer "wir"?

Die FPÖ? Ihre seit Ibiza abhanden gekommenen Wähler?

Die amtierende Berufspolitik? Die 75,69 Prozent der Frauen und 72,6 Prozent der Männer in Österreich, die die Nase von der amtierenden Politik gestrichen voll haben?

Falsch! Ganz falsch!

Holen wir Bürger und Menschen in diesem Land uns die Demokratie und den Handlungsspielraum in der Politik endlich zurück - sonst sind wir verloren!