Sting’s Rede in Warschau (31.7.2022)

 

Hier der Videomitschnitt seines Konzertabschlusses samt der so bedeutenden Rede gestern in Warschau:

 

Wichtige und richtige Worte, die nicht nur für die Ukraine oder Polen Bedeutung haben. Sting sagt ja auch - völlig zu Recht, dass die Demokratie auf der ganzen Welt in großer Gefahr ist. Man nehme auch das heutige Beispiel aus Brasilien, oder die Nachrichten zum Sturm des Parlaments im Irak.

Nichts anderes als diese Gefahr für die Demokratie und unsere Gesellschaft, ja den ganzen Planeten und seine Natur ist schließlich der Grund, warum wir selber als Gruppierung politisch aktiv geworden sind: Wenn wir nicht darum kämpfen - möglichst alle und tagtäglich, dann haben wir die Demokratie aus der Hand gegeben und verloren.

Leider haben wir das längst - und sie uns als Bürgerschaft wieder zurückzuholen wird ein verdammt hartes und auch nicht unriskantes Stück Arbeit. So viel ist klar!

Klar ist auch was Sting sagt, dass die Demokratie oft frustrierend und ineffizient ist. Er befindet sich damit in der Gesellschaft Sir Winston Churchills, der in seiner Parlamentsrede vom 11.11.1947 sagte "No one pretends that democracy is perfect or all-wise. Indeed, it has been said that democracy is the worst form of government except all those other forms that have been tried from time to time." (sinngemäß: "Demokratie ist die schlechteste aller Regierungsformen - abgesehen von all den anderen Formen, die von Zeit zu Zeit ausprobiert worden sind.").

WIE frustrierend, ineffizient etc. etc. die Demokratie ist hängt aber auch davon ab, wie man sie gestaltet und implementiert. Und hierzu glauben wir, einen wirklich guten Verbesserungsvorschlag beitragen zu können!

Und, JA: Es ist selbstverständlich wert, um diese Demokratie zu kämpfen. Sie ist die Basis für die Freiheit, Wahrung der Menschenrechte und des Völkerrechts, für den Frieden nach außen mit anderen Nationen, den sozialen und gesellschaftlichen Frieden nach innen, ein gutes und glückliches Leben in Frieden für alle in einer gesunden Lebensumgebung und intakten Natur.

Dafür dürfen wir nicht aufgeben, sondern müssen uns zu einer politischen Kraft zusammenschließen, die auch wirklich dafür steht. Die so ein Bekenntnis nicht nur auf den Lippen, sondern im Herzen mit sich führt. Die nicht nur so redet, sondern auch so handelt!

Das zum Fliegen zu bringen wird mehr brauchen, als bloß uns paar Don Quichotes. Gegen uns sind sogar Windmühlen stärker, die keine Riesen sind!

Wir werden für das, was da vor uns liegt die Sting's dieser Erde brauchen. Die gibt es, viele sogar. Aber eben nicht nur als Aufwecker auf der Bühne - denn aufrütteln braucht man die vielen Menschen nicht mehr. Die brauchen einen Leuchtturm für das, wo es in der praktischen Umsetzung weitergeht. Dafür werden einfache Menschen wie wir als Nobodies nicht reichen! Wir können helfen - und werden das auch, mit aller Kraft. Aber diesen gigantischen Felsblock heben wir alleine nicht. Keiner von uns!

Und uns läuft die Zeit davon. Zeit, die wir längst nicht mehr haben. In jedem Problemfeld, das sich derzeit auftut: Politisch, ökologisch, wirtschaftlich und sozial - weltweit und schier allumfassend!

Friedrich Dürrenmatt schrieb in seinem Stück "Die Physiker" Was einmal gedacht wurde, kann nicht mehr zurückgenommen werden. Aber auch das reicht in unserer realen Problematik nicht, wenn dem Gedachten keine Umsetzung folgt. Und Trostpreise werden hier nicht vergeben!