SPÖ-Bundespartei weist Vorwürfe zurück (20.10.2019)

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https://orf.at/stories/3141471/

Zitat: Ein Bericht über ein angebliches Beraterhonorar für den Ex-Bundesgeschäftsführer Max Lercher schlägt weiterhin hohe Wellen. Dieser ortete am Wochenende einen Angriff aus den eigenen Reihen – am Sonntag wies nun SPÖ-Bundesgeschäftsführer Christian Deutsch den Vorwurf zurück, falsch über den Vertrag mit der Leykam Medien AG informiert zu haben.

 

Also, was sagt die SPÖ-Bundespartei - besser gesagt der SPÖ-Bundesgeschäftsführer Christian Deutsch?

Dass er - in der SPÖ-Vorstandssitzung am Freitag - nicht falsch über den Vertrag mit der Leykam Medien AG informiert hätte. Und er kritisiert außerdem, dass die Informationen danach an die Medien gekommen sind.

Was haben diese Medien - konkret Österreich - darüber geschrieben? Zitat: Immerhin, bestätigen ÖSTERREICH-Recherchen, hat auch der Steirer einen hoch dotierten Beratervertrag mit der SPÖ. Als Geschäftsführer der parteinahen Leykam Medien AG hat er seit Frühjahr 2019 einen Vertrag mit der SPÖ-Bundesgeschäftsstelle in Höhe von 20.000 Euro im Monat. Der Vertrag, den damals Ex-Bundesgeschäftsführer Thomas Drozda mit seinem Vorgänger in der Löwelstraße abgeschlossen hatte, läuft bis 2022. 

Das sind ja derart viele Details, dass dieses Medium offenbar sehr viele Informationen über den Vertrag bekommen haben muss. Diese spezifisch wichtigen, Max Lercher betreffend aber nicht? Sehr seltsam! Oder hat Österreich von sich aus diese relevanten Unterschiede verschwiegen - und eine Klage riskiert?

Echt? Weswegen denn?

Also, wer aus der Österreich-Redaktion oder der SPÖ-Zentrale will Max Lercher mittels gezielter Falschinformationen abschießen?

Zitat: „Die Optik beim Lercher ist gar nicht gut. Man kann nicht von Hainfeld und Neugründung reden und dann selbst in Wirklichkeit die Löwel­straße die längste Zeit beraten“, ärgert sich ein Vertreter des Lercher-Lagers in der SPÖ.

Ein - natürlich nicht namentlich genannter - Vertreter des Lercher-Lagers in der SPÖ! Also das schaut doch ganz nach der Masche aus "die eigenen Anhänger rücken vom Rebellen ab". Um eben diese herandrohende Rebellion zu spalten.

Und irgendwie kommen einem bei dem allen ein paar Leserbrief-Erinnerungen in den Sinn. Aber das ist nur eine seltsame Assoziation - und ausdrücklich NICHT von Österreich recherchiert!

Zitat: Zudem gehen in der roten Welt derzeit ohnehin wegen der finanziellen Misere der SPÖ die Wogen hoch: Die Roten haben, wie berichtet, fast 20 Millionen Euro Schulden, verlieren durch ihr schlechtes Nationalratswahlergebnis 2,5 Millionen Euro an Parteiförderungen und müssen daher „harte Sparmaßnahmen durchziehen“, so ein SPÖ-Stratege. Mit harten Sparmaßnahmen sind freilich auch Kündigungen gemeint.

Ein SPÖ-Stratege - natürlich wieder nicht namentlich genannt! Klingt das nicht irgendwie nach "In der SPÖ fallen Jobs weg - und wennst nicht spurst, bist gleich der Nächste"? Und das - rein zufällig natürlich - inhaltlich gemeinsam in einem Artikel verpackt, der nur 5 kurze Absätze hat? Na das kann man wirklich als rationalisiertes, kompaktes Informationsmanagement bezeichnen, Gratulation!

Nach der Strache/FPÖ-Causa gleich die nächste Geschichte, für die man sich als Zuseher wohl viel Popcorn besorgen muss ...