Proteste und Gewalt weltweit (9.2.2014)

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https://orf.at/v2/stories/2217580

Zitat: Aufgrund der steigenden Zahl an Extremisten will das Innenministerium eine „Deradikalisierunghotline“ einrichten. Ab der zweiten Jahreshälfte soll die in der Polizei angesiedelte Stelle ein Anlaufpunkt für besorgte Angehörige sein, wenn diese „merken, dass ein Familienmitglied beginnt, sich zu radikalisieren“, ...

https://orf.at/v2/stories/2218937

Zitat: Nach den blutigen Krawallen in der thailändischen Hauptstadt Bangkok war die Lage auch heute angespannt. Hunderte Demonstranten belagerten ein Gebäude des Verteidigungsministeriums, in dem Regierungschefin Yingluck Shinawatra seit ihrer Vertreibung aus dem Regierungspalast gearbeitet hat. Sie selbst war nicht vor Ort. Soldaten schützten die Eingänge hinter dickem Stacheldraht.

https://orf.at/v2/stories/2218837

Zitat: In den Städten Venezuelas kommt es seit Tagen zu blutigen Zusammenstößen zwischen Polizei und Demonstranten. Drei Menschen wurden erschossen, Dutzende verletzt. Es sind vor allem Studenten, die gegen die ausufernde Kriminalität und die Mangelwirtschaft im Land protestieren. 

https://orf.at/v2/stories/2218935

Zitat: Nach einer Nacht der Gewalt mit mindestens 25 Toten in Kiew gibt sich Präsident Viktor Janukowitsch gegenüber der Opposition unnachgiebiger denn je: Diese seien allesamt Kriminelle, die ins Gefängnis gehörten, so Janukowitsch am frühen Mittwochmorgen. Die Schuld an der Eskalation beim Maidan-Platz im Stadtzentrum gab er ebenfalls allein seinen Gegnern und kündigte an, weiterhin mit aller Härte gegen seine Kritiker vorgehen zu wollen.

 

Keine Frage, wir befinden uns mitten in einem globalen Bürgerkrieg. Wenn hier Meldungen aus Afrika, Nahost und Zentraleuropa fehlen, dann ist das bloß eine Frage der gerade aktuellen Berichte. Und auch hierzulande wird man bei einer Fortschreibung der Entwicklungen wohl nicht von derartigem verschont bleiben.

Dass Gewalt keines der Probleme löst: Undiskutiert!

Dass man umgekehrt aber fast schon solche Eskalationen provoziert, um unter diesem Vorwand die letzten Reste von Menschen- und Bürgerrechten zu beseitigen und ein totalitäres System über der Basis zu errichten, ist auch evident.

Schließlich leben wir in einer Zeit, in der eine Aufhebung der freien Meinungsäußerung (die sowieso nur mehr über die Internet-Vernetzung funktioniert, weil man den Rest von Rundfunk und Presse schon gut im Griff hat) und der Versammlungsfreiheit, die totale staatliche Überwachung, Bespitzelung und Denunzierung wieder keine Tabus mehr sind. Ja mehr noch! Nimmt man die ach so neue, ach so tolle Idee der „Deradikalisierunghotline“ her und geht davon aus, "besorgte Angehörige würden melden, dass ein Familienmitglied beginnt, sich zu radikalisieren“: Ja, was passiert denn dann? Reden wir dann schon wieder von einer politisch motivierten Präventiv-Internierung? Denn was sonst stünde dann als Maßnahme zur Verfügung?

Und was tun wir dagegen?

Die Ursachen minimieren, die solche Radikalisierung auslösen? Mitnichten! Ja, ganz im Gegenteil!

Nicht, wenn sich viele, die meinen, ja doch vielleicht noch irgendwie oben dazuzugehören - und nicht unten, auf Zeit zum Werkzeug des Systems machen, oder zumindest untätig wegschauen (Obacht, Leute, nicht nur die Revolution frisst ihre Kinder).

Nicht wenn sich die klugen Köpfe bloß als Hofnarren anheuern lassen, die zu Füßen der Machthaber ein wenig (aber ja nicht zuviel) das vorherrschende System kritisieren, weil die Regierenden meinen, mit ein wenig Dampfablassen wäre die große Meute befriedigt und wieder in der Spur.

Sie wissen nicht, was sie tun!

Aber warum auch sollten sie wenigstens davon etwas verstehen?

G.K., 19.2.2014