Maßnahmenpaket gegen häusliche Gewalt (19.3.2020)

 

https://orf.at/stories/3158536/

Zitat: Angesichts der von der Regierung und den Ländern verordneten Bewegungseinschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus befürchten Experten eine Zunahme der Fälle häuslicher Gewalt. Um dem entgegenzuwirken, stellten Frauenministerin Susanne Raab (ÖVP) und Justizministerin Alma Zadic (Grüne) am Donnerstag ein Maßnahmenpaket vor. „... Wir gehen mit aller Härte gegen jeden vor, der Frauen und Kinder angreift“, sagte Raab in einer Pressekonferenz. ... Das würde bedeuten, dass die Polizei den von häuslicher Gewalt Betroffenen gleich beim Erstkontakt . Ein Einbringen der Anträge ist auch auf elektronischem Weg möglich. ... Raab verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass die 24-Stunden-Helpline finanziell und personell aufgestockt und die Onlineberatung für von Gewalt bedrohte Frauen ausgebaut wurde. ... Obwohl die Gerichte in der Coronavirus-Krise auf Notbetrieb umgestellt haben, müssten Gewalttäter weiter mit sämtlichen der Justiz zur Verfügung stehenden strafrechtlichen Maßnahmen rechnen, unterstrich Zadic. Die Journaldienste und Rufbereitschaften bei den Staatsanwaltschaften und Strafgerichten seien verstärkt worden, U-Haft werde bei Vorliegen der Haftgründe bei fortgesetzter Gewaltausübung selbstverständlich weiterhin verhängt. Zur Abklärung der Gefährdungslage würden mittels sicherheitspolizeilicher Fallkonferenzen „Einzelfälle ganz genau geprüft“. ... Daher werden ab sofort Informationsbroschüren zum Gewaltschutz in Supermärkten aufgelegt. ... Das Maßnahmenpaket stieß auf große Zustimmung. SPÖ-Frauenvorsitzende Gabriele Heinisch-Hosek begrüßte etwa die von der Regierung angekündigte Aufstockung der Frauenhelpline gegen Gewalt. ... Durch die viele Zeit zu Hause könne es vermehrt zu Überforderungen, Stress und Eskalationen kommen, befürchten die Expertinnen. ... Begrüßt wurde die präsentierte Offensive auch vom Berufsverband Österreichischer PsychologInnen (BÖP). „Neben medizinischen Schutzmaßnahmen müssen wir nun auch dringend psychosoziale Schutzmaßnahmen mitdenken“, sagte BÖP-Präsidentin Beate Wimmer-Puchinger in einer Aussendung. „Gerade Frauen und Kinder müssen jetzt besser geschützt werden“, forderte sie. Aus der Gewaltforschung wisse man nämlich, dass es bei großer räumlicher Nähe zu mehr Gewaltübergriffen kommen könne. 

 

Und zu diesem Zitat schreibt jetzt nicht die DA, sondern der "große Vorsitzende" persönlich (immer noch 1,81 - Tendenz fallend). Weil der zuckt jetzt nämlich aus!

Weil Ihr - Verantwortliche wie Frau Zadic und Frau Raab und Ihr liebe Beifalls-Nickende wie Frau Heinisch-Hosek - weder die Herausforderung noch Euren Job verstanden habt. Und den Begriff der Prävention schon gar nicht!

Nämlich gerade dann nicht, wenn Euch der Verein "Autonome Österreichische Frauenhäuser "Euch vor Augen führt, dass - Zitat - "das Risiko von häuslicher Gewalt an Frauen und Kindern stark steigen" würde und es durch die viele Zeit zu Hause - Zitat - "vermehrt zu Überforderungen, Stress und Eskalationen kommen" könne. Gerade dann nicht, wenn Euch der "Berufsverband Österreichischer PsychologInnen" sagt, dass wir neben medizinischen Schutzmaßnahmen nun auch dringend psychosoziale Schutzmaßnahmen für Frauen und Kinder mitdenken müssen, weil man aus der Gewaltforschung wisse, dass - Zitat - "es bei großer räumlicher Nähe zu mehr Gewaltübergriffen kommen könne".

Dann, Herrschaften, nutzen nämlich "Anträge zur Erlassung einer einstweiligen Verfügung gegen gewalttätige Partner, die man ausgefüllt einige Tage später bei Kontrollbesuchen mitnimmt" nämlich NULL - ebenso wie eine finanziell und personell aufgestockte 24-Stunden-Helpline oder "Härte gegen jeden, der Frauen und Kinder angreift“ wie z.B. eine U-Haft - bei Vorliegen der Haftgründe natürlich - bei fortgesetzter (!!!!) Gewaltausübung oder gar Informationsbroschüren zum Gewaltschutz in Supermärkten!!!

Weil dann sind die Taten schon geschehen, die Betroffenen schwer misshandelt, lebenslänglich traumatisiert oder gar tot!

Meine ganz persönliche Bitte: Schleicht Euch möglichst schnell aus Eurem Job, denn Ihr habt offensichtlich keine Ahnung von der Brisanz und Tragweite dessen, was Ihr da - als Team insgesamt und aus der Fülle der Maßnahmen heraus - zu managen habt. Und mit bloßen Alibi-Maßnahmen ist hier Ende-Gelände!

Sorry, aber das musste jetzt aus mir raus ....