Mäuseplage im Weinviertel (9.8.2019)

 

https://noe.orf.at/stories/3007428/

Zitat: In großen Teilen des Weinviertels haben Mäuse in diesem Jahr bereits enorme Schäden angerichtet. Nachdem sich die Nager zuletzt weiter ausbreiteten, fordern nun Hunderte Bauern Hilfe: etwa in Form einer Versicherung. ... Auch den Trend zur ökologischen Landwirtschaft kritisieren die egz-Landwirte. Durch bestehende Vorgaben und Richtlinien seien ihnen die Hände gebunden, um gegen die Mäuse in Gänserndorf und Mistelbach ausreichend vorgehen zu können. ... Für die Zukunft sehen sie die Notwendigkeit, Vorgaben zur Bodenbearbeitung zu überdenken und Förderungen nicht mehr strikt an Agrarbegrünungen zu binden. Denn gerade die vorgeschriebenen Grünflächen würden – wie im Fall der egz-Bauern – den Nestbau von Mäusen fördern.

 

Vertreter der Landwirte fordern allen Ernstes, Grünflächen zu beseitigen! Sie sehen in der aktuellen ökologischen Landwirtschaft ein mögliches Problem und eine Ursache für die Plage. Möglichkeiten sich gegen eine Mäuseplage zu versichern, fordern die Vertreter der Landwirte in einem Offenen Brief - auch die Beseitung von Grünstreifen und Grünflächen bei den Feldern.

Man muss sich allerdings fragen, ob diese Vertreter mit den aktuellen Entwicklungen vertraut sind. Ob sie zum Beispiel den UN-Biodiversitätsbericht gelesen haben, oder den vor wenigen Tagen veröffentlichten aktuellen UN-Bericht zum Klimawandel.

Offenkundig nicht! Oder aber sie haben andere Gründe, diese Berichte zu ignorieren oder nicht wahrhaben zu wollen!

Es stellt sich die Frage, ob solche Vertreter für alle Landwirte sprechen oder tatsächlich deren Zukunft im Auge haben. Denn wer sich näher damit befasst weiß mittlerweile, dass gerade Grünflächen zwischen den riesigen Monokulturen die natürlichen Fressfeinde der Mäuse fördern würden!

Wer hier nicht etwas längerfristiger denkt, der spielt gerade mit der Zukunft der Landwirte und deren Nachfolger.

Wir bleiben dran!