Links oder rechts? (29.10.2019)

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Lassen wir einmal die Ideologien aus dem Spiel und reden wir bloß von politischer Strategie! Wo sind denn die Chancen größer? Links? Rechts? Und wie extrem muss man sich dabei auf eine der beiden Seiten begeben?

Wir haben erst unlängst eine Textseite veröffentlicht, woher vor allem unsere Unterstützer stammen. Und aus dem sieht man eines ganz deutlich: Vor allem die breite MITTE ist politisch sperrangelweit offen. Auch das jüngste Wahlergebnis in Thüringen belegt, wie sehr. Das ist einerseits nicht überraschend und andererseits auch eine riesengroße Chance auf eine rasche und nachhaltige Verbesserung.

Weil z.B. eine konsensuale Politik für die breite Mitte der Gesellschaft viel leichter gestaltbar ist als es links- und rechtsextremen Wahlsiegern nach ihrem Pyrrhussieg gelingt, sich auf ein gemeinsames Vorgehen für die Regierung zu einigen, ohne dass zumindest einer der beiden Beteiligten arg an Glaubwürdigkeit verliert. Wie holprig das sein kann werden wohl auch die nächsten Wochen in Österreich zeigen - und die Folgen daraus.

Ach wie einfach scheint es im Vergleich dazu, das große Wählerpotential aus der breiten Mitte abzurufen und eine ehrlich bemühte, nachhaltige Politik für diese Menschen zu machen! Eine bei der selbstverständlich den Schwachen und Bedürftigen besonderes Augenmerk zu gelten hat. Und eine, in der sogar Wohlhabende nicht zum bekämpften Feind abgestempelt werden, sondern in welcher denen vor Augen geführt wird, dass der neoliberale Turbo-Kapitalismus genauso mausetot wie der Sowjet-Kommunismus ist, und - auch für die Wohlhabenden selbst - in einer längeren Betrachtung kontraproduktiv. All das geht.

Theoretisch!

Und praktisch?

Praktisch scheitert es am Naheliegendsten: An uns selber!

Weil - außer uns selber - keiner dabei helfen wird: Keine Medien, keine Prominenten, keine Sponsoren, niemand!

Ist doch kein Problem, oder? Weil wir sind viele - verdammt viele sogar. Wenn WIR zusammenhalten und zusammenarbeiten: Was sollte uns aufhalten?

Stimmt. Niemand!
Nur wir selber.

Das ist ja das Problem!