Elf EU-Staaten beschließen Finanztransaktionssteuer (14.2.2013)

http://www.orf.at/stories/2166541/

 

Geschäfte mit Aktien und Anleihen sollen mit 0,1 Prozent besteuert werden, solche mit Derivatprodukten mit 0,01 Prozent.

Also, nur damit ich das richtig verstehe: Dafür dass ein bestehendes Problem, nämlich mit der Realwirtschaft längst nicht mehr im Einklang stehende Finanztransaktionen, bei Aktien betraglich um 99,9% und gerade bei hoch-spekulativen Derivaten um 99,99% eines Umsatzes vergrößert wird, dazu behalten sich elf EU-Mitgliedstaaten 0,1% bzw. 0,01% des Betrages ein, um dann das dadurch noch größer gewordene Problem zu lösen. 

Ääääääääh .....???!!

Die Abgabe soll geschätzte 30 bis 35 Milliarden Euro Einnahmen im Jahr bringen.

Das würde - legt man den geschätzten Betrag nur auf Aktien um - in diesen elf Staaten einen Aktienumsatz von 30 - 35 Billionen Euro bedeuten. Damit man die Nullen vor Augen hat: Bis zu 35.000.000.000.000 Euro!

Und bei "nur" Derivaten wären das 300 - 350 Billionen Euro.

Sind nur 10 Prozent dieser Geschäfte "faul" (m.E. eine hoffnungsvolle Annahme, in Zeiten wie diesen), dann würde das WAS bedeuten? ESM, hin oder her: Einen finanziellen Total-Crash, nur aus einem einzigen Jahresvolumen heraus bedingt. Und da soll diese jetzt hochgejubelte Mickymaus-Finanztransaktionssteuer abwenden oder abwehren helfen?

Nicht einmal lachhaft!

G.K., 14.2.2013