CO2-Bindung durch Humusaufbau (18.7.2020)

  • von

 

https://www.parlament.gv.at/PAKT/PR/JAHR_2020/PK0819/index.shtml

Zitat: Eine weitere FPÖ-Initiative (788/A(E)) beschäftigt sich mit dem Klimaschutz im Bereich der Landwirtschaft. Walter Rauch und Peter Schmiedlechner fordern die Forcierung von bodenaufbauenden Maßnahmen zur CO2-Bindung, insbesondere eine Erhöhung des Humusgehaltes der Böden. Das Zusammenwirken zwischen Bodennutzung und Klimawandel sei der Öffentlichkeit noch immer wenig bekannt oder gar bewusst. Die weltweit vorhandene Menge an organischem Bodenkohlenstoff würde jedoch einen unmittelbaren Einfluss auf den C02-Gehalt in der Atmosphäre haben. Wenn der Humusgehalt ansteigt, leiste der Boden als C02-Senke einen Beitrag zur Abnahme des C02-Anstiegs in der Atmosphäre und letzten Endes zur Reduzierung der Klimaerwärmung, argumentieren die Antragsteller.

 

Klingt ja gut! Aber halt, Peter Schmiedlechner​? Da war doch was! Siehe auch den Offenen Brief der DA vom 8.5.2020.

Ja, noch Ende April hat der  Abgeordnete Peter Schmiedlechner einen Antrag eingebracht, die Förderung von Grünbepflanzung auf Feldern auszusetzen!

Seltsam, nun wünscht er einen Humusaufbau auf diesen Feldern?

Dieses Thema hat natürlich eine gewisse Komplexität. Aber einmal einfach beschrieben, jeder Hobbygärtner weiß folgendes: Um guten Humus zu gewinnen braucht es pflanzliche Überreste, Kleinsttiere und Mikroorganismen. Je gesünder dieser Kreislauf, je höher die Artenvielfalt, desto besser die Umwandlung der pflanzlichen Reste zu Humus.

Ende April wollte man aber gerade die Grünbepflanzung und deren Förderung zurückdrängen. Weniger pflanzliche Reste und weniger Artenvielfalt wäre das Resultat!

Es geht nicht darum, sich auf eine Person einzuschießen. Es zeigt aber wunderbar als Beispiel, wie widersprüchlich teilweise aktuell gewählte Repräsentanten handeln.

Dies stellt kein beruhigendes Zeugnis aus - gerade bei dem wichtigen Themenbereich Klima-, Umweltschutz und Landwirtschaft!