Breitbandausbau für entlegene Haushalte (27.5.2020)

 

https://noe.orf.at/stories/3050395/

Zitat: Das Land Niederösterreich will 100 Mio. Euro – je 50 Mio. vom Land und von den Gemeinden – in den Breitbandausbau für 115.000 besonders entlegene Haushalte investieren, die bisher wegen der hohen Investitionskosten keine Möglichkeit dazu hatten. ... Erst wenn vor Baubeginn 40 Prozent der betroffenen Haushalte einen Vorvertrag unterschrieben hätten, erhalte die Gemeinde Glasfaseranschlüsse. Dies gehe mit einer Einmalzahlung von rund 300 Euro pro Haushalt oder Betrieb und einem zweijährigen Internetvertrag über 40 Euro monatlich für die 150 Mbit/s-Verbindung einher. 

 

Eigentlich begrüßenswert und gut. Aber schon wieder ist ein schnelles Internet für kleine Gemeinden mit einer Auflage verbunden: Man braucht mindestens 40% der Haushalte, die dieses Internet möchten, die Errichtung unterstützen und sich für 2 Jahre binden. Warum schon wieder so überholte Denkmuster??

Würde heute noch jemand Strom- oder Wasseranbindung an solche Auflagen binden? Wohl kaum!

Ein schnelles Internet kann doch - auch nach den Erfahrungen aus der Corona-Krise - nicht nur dann als notwendig gesehen werden, wenn es genug Haushalte auch wirklich bindend nutzen! Was das mit einer zukünftigen Chancengleichheit zu tun hat, ist fraglich.

Es ist heute eher als Standard zu betrachten, und kann dann auch Betriebe anlocken. Alleine nur für Home-Office oder das E-Learning ist es unumgänglich.

Wer Regionen fördern möchte, der muss schnelles Internet als Standard sehen - ohne Wenn und Aber!