Nachweislich haben wir massive und dringend zu lösende Probleme an allen Eckpunkten des Nachhaltigkeitsdreiecks: In der Wirtschaft, bei den sozialen Belangen und aus der Umwelt / dem Klima heraus. Natürlich auch ganz massiv im Zentrum dieses Dreiecks, der Politik, demokratischen und gesellschaftlichen Gestaltung. Samt dem Umstand, dass uns gerade jetzt das Geld für Maßnahmen im öffentlichen Bereich ausgeht. Aber zur tatsächlichen Verbesserung reicht diesbezüglich keine "Erzählung". Wir brauchen Maßnahmen - und zwar richtige, zielführende und nachhaltig funktionierende Maßnahmen. Das ganz rasch, in allen Belangen! Und aus diesem Blickwinkel betrachtet gehen die Menschen nicht nach links, nach rechts oder bleiben in der Mitte, sondern sie wenden sich an die, von denen sie glaubwürdig bestmöglich solche Lösungen erwarten dürfen. Oder sie üben ihre demokratische Mitbestimmungsmöglichkeit eben nicht aus, wenn da nichts ist. Weil ein "seid froh, einfache Bürger, wenn es wenigstens halbwegs so bleibt, wie es ist" reicht einfach längst nicht mehr. (Zusammenfassung in einfacher Sprache)
https://on.orf.at/video/14328942/das-gespraech-mit-susanne-schnabl-politikfrust-mitte-ohne-mehrheit
Zitat: Immer mehr Wählerinnen und Wähler wenden sich von den traditionellen Großparteien ab und rechten oder teils linken Alternativen zu. Am sichtbarsten ist das in der Steiermark, wo die FPÖ mit Landeshauptmann Mario Kunasek regiert, und sich KPÖ-Bürgermeisterin Elke Kahr am Sonntag der Wiederwahl stellt. Warum verlieren vor allem die Regierungsparteien ÖVP und SPÖ an Vertrauen, während die FPÖ in Umfragen führt?
Dass wir an allen Eckpunkten unseres vital unabdingbaren Nachhaltigkeitsdreiecks - der Ökonomie, der Ökologie und im Sozialen - ebenso aktuell massive Probleme haben, wie im Mittelpunkt dieses Dreiecks - der Politik und Gesellschaftsordnung, das ist über viele Indikatoren messbar und in vielen Berichten dokumentiert wohl außer Streit zu stellen.
Was - national gesehen - für die ÖVP in Sachen Wirtschaft, die SPÖ punkto sozialer Versorgung, die Grünen hinsichtlich der Umwelt und des Klimas und für alle gemeinsam bezüglich Politik und Gesellschaftsordnung ein absolutes Armutszeugnis darstellt. Denn alle die genannten Parteien waren in den vergangenen Jahrzehnten dieses Jahrtausends bereits mit in der Regierungsverantwortung - haben sich allerdings nur dadurch politisch "ausgezeichnet", die anderen hinsichtlich Gleichverhalten möglichst nahtlos zu ersetzen. Und dieses Verhalten war: Für sich selbst, die eigene Partei samt "Nahestehenden", die Geldgeber für die Wahlkämpfe und finanzkräftige Lobbys bestmöglich zu sorgen. Zum Rest breiten wir lieber den Mantel des Schweigens darüber! Nicht aber ohne vorherige Betonung, dass sich die tatsächliche Gesinnung der hier bisher nicht aufgezählten FPÖ bzw. ihrer gewählten Spitze auf einer Couch in einer Finca auf Ibiza im Unterleiberl - ungewollt, aber dafür um so brutaler - entblättert hat.
Man trägt also verschiedenste Parteifarben, Ideologien und Gesinnungen auf Plakaten, in Wortmeldungen und Parolen auf Homepages sowie in Social Media spazieren, ... solange man nicht tatsächlich eine "Regierungsverantwortung" übertragen bekommen hat. Sprich: Sich mit einer anderen Partei auf einen Deal geeinigt hat, in welchem beide (oder mehr als zwei) ihre Wahlversprechen für Entscheidungen in der Legislative weitgehend über Bord werfen, um für ihre Top-Leute die aus öffentlichen Geldern gut bezahlten Spitzenpositionen "in einer stabilen Regierungsmehrheit" so lange wie möglich zu sichern. Und das war es auch schon, mit der gesamten "demokratisch legitimierten Entscheidung des Souveräns"!
Dass dann Menschen wie z.B. Elke Kahr mit einer anscheinend ganz anderen persönlichen Grundeinstellung zu den Mitbürgern und ihren Problemen im Vergleich dazu hervorstechen wie ein weißer Elefant und daher auch bei einer Wiederwahl sehr gute Karten haben, das wird wohl niemanden verwundern.

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