Wiederwahl von Van der Bellen (11.10.2022)

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https://orf.at/stories/3289045/

Zitat: Bereits am Wahltag ist klar gewesen, dass sich Alexander Van der Bellen im ersten Wahlgang zum zweiten Mal das Bundespräsidentenamt sichern kann. ... Die Wahlbeteiligung ist mit der Briefwahl auf 65,19 Prozent gestiegen; am Sonntag in der Urnenwahl war sie noch mit mageren 52,50 Prozent ausgewiesen. Damit fiel die Beteiligung heuer um 3,31 Prozentpunkte geringer aus als die des ersten Wahlganges 2016 – und ist insgesamt die zweitschwächste. 4.148.079 der 6.363.389 Wahlberechtigten haben ihr Stimmrecht genutzt, 4.056.731 Stimmen wurden gültig abgegeben.

 

Zeit also für eine kleine Nachbetrachtung!

Was fällt auf?

Nimmt man die offiziellen Gesamtzahlen des BMI her, dann erhielt der alte und neue Amtsinhaber lediglich 36,1 % (bezogen auf die Wahlberechtigten). Das Problem: Gültig gewählt haben 4.056.731 Wahlberechtigte - von insgesamt 6.363.489. Also 2.306.758 Menschen, die das NICHT haben. Zur Erinnerung: Alexander Van der Bellen bekam 2.299.592 Stimmen - das sind 7.166 WENIGER!

Nimmt man allein jene 91.348 Wähler, die eine ungültige Stimme abgegeben haben - also die, die sehr wohl gezeigt haben, dass ihnen demokratiepolitisch die Wahl NICHT egal ist, sondern dass es offenbar KEINEN Kandidaten gibt, dem sie guten Gewissens ihre Stimme geben können: Diese Gruppe erreicht Platz 6 bei dieser Wahl - liegt also noch VOR den Kandidaten Brunner (85.465 Stimmen) und Staudinger (64.411 Stimmen).

Ein Armutszeugnis für die Gegenkandidaten!

Aber: Im Grund genommen eines schon für den Vorausscheidungsprozess mittels der Unterstützungserklärungen. Also eines für die Wähler selbst bzw. die viel zu untätige und wenig geschlossen auftretende Zivilgesellschaft im Bestreben, die Dinge in der Demokratie und dem Staat so hinzubekommen, wie wir es als Volk selbst haben wollen.

Nimmt man zum Beispiel her, dass sogar in der Gruppe der Wähler, die sich einen innenpolitisch aktiv(er)en Bundespräsident wünschen der Amtsinhaber - mit weitem Vorsprung vor den anderen Kandidaten - 44% Zustimmung erhielt (Zweitbester: 24%), in der Gruppe der politisch Enttäuschten 57% (Zweitbester: 15%) und jener der überhaupt Verärgerten 40% (Zweitbester: 29%), dann fragt sich ja, was da völlig falsch gelaufen ist. Bei den Gegenkandidaten, aber vor allem bei uns Wählern und politisch geforderten Bürgern selbst!

Gleichzeitig lesen wir im selben ORF-Beitrag - Zitat: Insgesamt sind die Wählerinnen und Wähler seit der letzten Bundespräsidentschaftswahl pessimistischer geworden. Für fast zwei Drittel der Befragten hat Österreich sich in den vergangenen Jahren negativ entwickelt. 2016 sagte das noch rund die Hälfte. Unter Nichtwählern, Frauen, in der Altersgruppe der 30- bis 59-Jährigen und bei Menschen, deren Einkommen kaum zum Leben ausreicht, sehen sogar mehr als sieben von zehn eine negative Entwicklung in Österreich. ... Der Anteil jener Österreicherinnen und Österreicher, die auch einen Kandidaten als Bundespräsident akzeptieren wollen, dem sie nicht ihre Stimme gegeben haben, geht laut Wahltagsbefragung zurück – von 80 Prozent 2016 auf 72 Prozent ... Nach wie vor plädiert die Mehrheit dafür, dass der Bundespräsident sich laufend in die Innenpolitik einbringen sollte (29 Prozent stimmen sehr zu, 30 Prozent eher; 2016: 24 bzw. 33). Vor allem Jüngere, Menschen ohne Matura und Menschen mit wenig Geld erwarten sich mehr Einmischung.

Passt das alles zusammen?

Nein, hint und vorne nicht!

Was also tun?

Eigentlich müsste man aufgeben und hinschmeißen - weil das eigentliche Problem in Wahrheit nicht die so oft geschmähten Politiker und Parteien sind, sondern es sind die Bürger und Wähler selbst: Mangelnde Zivilcourage, keine Bereitschaft zu aktivem Einbringen und sich zu organisieren, blinde Medienhörigkeit, Opportunismus, Angst vor dem eigenen Schatten et cetera.

Aber - Sie kennen uns ja inzwischen: Werden wir nicht!

Wir fangen heute, hier und jetzt mit der Vorbereitung auf die Nationalratswahl 2024 (oder früher) an!

Aber so wie vor 2 Tagen und allen Wahlgängen davor: Ohne Sie und Ihre aktive Mithilfe wird es auch dann nichts werden!

Was werden wir taktisch ändern?

Wir müssen früher mehr Mitstreiter, Helfer und Unterstützer erreichen / einbinden.

Hinsichtlich politischer Orientierung und unseren Prinzipien, Zielen und Werten: GAR NICHTS!

Wir treten als Reformkraft aus der breiten Mitte gegen die etablierten Parteien der Mitte an.