Über 120 Tote in Paris (14.11.2015)

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https://orf.at/v2/stories/2309860

Zitat: Frankreich ist am Freitagabend von einer Serie von Anschlägen erschüttert worden: An mehrere Orten in Paris wurden mindestens 128 Menschen getötet, 99 weitere sind in kritischem Zustand. Allein bei einer Geiselnahme und der anschließenden Erstürmung einer Konzerthalle wurden nach Polizeiangaben über 100 Menschen getötet und zahlreiche verletzt, darunter auch ein Österreicher.

 

Keine Frage, was in Paris passiert ist ist schrecklich! Meine Trauer gilt den Opfern - den Verstorbenen ebenso wie den (Schwerst-)Verletzten - mein tiefstes Mitgefühl den Familien, Freunden und Bekannten.

Und dennoch gilt es jetzt, das Richtige zu tun und das Falsche zu lassen.

Reflexartige Reaktionen drängen sich auf. Rufe nach "Auge um Auge", weiterer Polarisierung in unserer Gesellschaft etc. etc.! Natürlich: Solche Schreckenstaten sind durch nichts gerechtfertigt. Aber umgekehrt: Welche weiteren Taten rechtfertigen sie?

Gerade da ist es an der Zeit, sich zu fragen: Was wollen denn die Drahtzieher solcher Taten? Was sagen sie, zu wollen und was wollen sie wirklich? Was wollen die Hintermänner dieser Drahtzieher? Was die Profiteure aus dieser Situation? Was wollen die, dass wir tun?

Und ist es dann klug, dass wir tun was die wollen? Werden wir dann nicht erst recht zu ihrem Werkzeug?

Es gibt gewaltige Probleme, keine Frage. Und die stehen AUCH mit den Geschehnissen in Paris in Zusammenhang. Aber es gilt, die RICHTIGEN Probleme mit den RICHTIGEN Prioritäten und Mitteln in der RICHTIGEN Reihenfolge zu lösen.

Der Pariser Terror ist ein Symptom - nicht die Krankheit. 

Wie - zum Beispiel - könnte man dem Terror effektiv und nachhaltig die Wurzeln abschneidet? Indem man diesen Leuten für ihre Vorhaben

    • kein Geld,
    • keine Waffen,
    • keine Munition,
    • keinen Sprengstoff und
    • keine sonstige Ausrüstung zukommen lässt -
    • aber vor allem indem man sie vom Zulauf an Menschen (Kanonenfutter, Selbstmord-Attentäter, etc.) abschneidet.

 

Und wie macht man das?

Indem man diesen Menschen

    • ein Leben in Frieden,
    • mit einer ausreichenden Lebensqualität,
    • mit Zuversicht und Sicherheit gibt.
    • Indem man das Miteinander fördert, statt Hass und Wut aufeinander.

 

Und was machen WIR?

Nicht genau das Gegenteil???

WOLLEN die Nutznießer und Entscheidungsträger (ja, ich meine auch die bei UNS!) überhaupt, dass dieser Wahnsinn und das Leid aufhören? Oder in Wahrheit etwas ganz anderes???

Wir müssen vor allem die Probleme dort lösen, wo wir wegsehen (weil die Profiteure daraus nicht wollen, dass wir hinsehen) - nicht dort, wo uns gewissenlose Kriminelle im Hintergrund und Medien im Vordergrund hinsehen lassen!

G.K., 14.11.2015