Schnelleres Aus für Bargeld als erwartet (31.8.2019)

 

 
Zitat: Der künftige Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB), Robert Holzmann, hat am Freitag „Bargeld als Zahlungsmittel für unverzichtbar“ erklärt. Und während man hierzulande sogar erwägt, das Recht auf Bargeld in der Verfassung zu verankern, bereitet man sich in Schweden schon auf eine Zeit ohne Münzen und Scheine vor. Ein neuer Forschungsbericht legt nahe, dass das Ende der Krone in Bargeldform schneller eintritt als bisher angenommen.
 

Ein kleines "Argument aus der Praxis", warum solche Pläne nicht wirklich so das Gelbe vom Osterei sind:

Der "große Vorsitzende" (immer noch 1,81) war vor gar nicht langer Zeit einmal beim Supermarkt seines Vertrauens einkaufen. Oder .... wollte dort einkaufen sein.

Wären da nicht alle Zahlungssysteme ebenso offline gewesen wie die Bankomaten. Wegen technischer Probleme.

Was dazu geführt hat, dass der notorische Kartenzahler G.K. umkehren und seine geliebte Ehefrau um die paar Kleinscheine in ihrer Reserve anpumpen musste, um wenigstens den heute anstehenden Wochenend-Einkauf in Bargeld erledigen zu können.

Zurück im Supermarkt waren die Systeme immer noch offline. Aber der große Vorsitzende konnte seine Einkäufe wenigstens abwickeln und bezahlen. Wobei die Mitarbeiterin an der Kasse höchst erfreut über die vielen kleinen Münzen im Börsel von G.K. war (die längst hätten in der Tarockkassa landen sollen). Weil den Kassen bereits am mittleren Vormittag das Wechselgeld auszugehen drohte, da die Reserven ja auf einen hohen Anteil an Kartenzahlungen eingestellt waren.

Was heißen soll: Überall wo wir unser Leben an der eh 7x24-Verfügbarkeit technischer Systeme orientieren könnte es sein, dass wir schlimme Überraschungen erleben. Aufgrund von Umwelteinflüssen (Unwetter, Stürme, Brände etc.) sogar immer häufiger - in der Kommunikation, bei der Energieversorgung, Orientierung und so weiter.

Und Bargeld z.B. ist auch so eine zumindest Not- und Ausweich-Organisationsform für das tägliche Leben. Ein unabdingbares. Wer das außer Acht lässt hat sie nicht alle - und irgendwann dann ein maßgebliches Problem.