Klimaschutz – in der Praxis (29.6.2019)

 

Man vergleiche zwei Meldungen innerhalb von 24 Stunden:

https://science.orf.at/stories/2987590/

Zitat: Marc Olefs, Leiter der Klimaforschung an der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik, ZAMG. ... „Der Juni ist im Vergleich zum 30-jährigen Mittel um 4,5 Grad wärmer als ein durchschnittlicher Juni. Wir gehen davon aus, dass ein bis zwei Grad auf den langfristigen Effekt des Klimawandels zurückzuführen ist", so Olefs. ... „Außerdem gibt es Anzeichen dafür, dass sich der Klimawandel auch auf die Dynamik der Atmosphäre – also auf die Abfolge von Hoch- und Tiefdruckgebieten und auf die Andauer von Wetterlagen auswirkt.“ ... Abgesehen davon beeinflusst auch die Trockenheit die Hitze. Normalerweise kühlt die Feuchtigkeit im Boden die Umgebungstemperatur, wenn das Wasser aus dem Boden verdunstet. „Je trockener die Böden sind, desto mehr fehlt eben dieser kühlende Effekt und eine einmal entstandene Hitzewelle kann sich dadurch selbst verstärken oder auch verlängern.“ ... „Wenn wir keinerlei Klimaschutzmaßnahmen umsetzen, dann werden wir bereits zwischen 2030 und 2040 dieses 1,5 bis zwei Grad-Ziel, das beim Paris-Abkommen vereinbart wurde, überschreiten und erwarten bis zum Ende des Jahrhunderts einen Temperaturanstieg von ca. vier Grad.“ Das würde bedeuten, dass ein Hitzesommer wie 2018 das neue „normal“ wird. „Es wird dann deutlich wärmere und extremere Sommer geben, die man sich jetzt noch gar nicht vorstellen kann“, sagt der Klimaforscher, Marc Olefs. Fakt ist, wir stehen erst am Anfang der Klimaerwärmung.

 

https://news.orf.at/stories/3128484/

Zitat: Die Staats- und Regierungschefs der führenden Industrienationen der Welt haben sich beim G20-Gipfel in Japan doch noch auf eine gemeinsame Abschlusserklärung verständigt. Wie Bundeskanzlerin Angela Merkel heute sagte, akzeptierten die USA, dass die anderen Staaten ihr Engagement für den Klimaschutz in der Erklärung bekräftigen.

 

Und dann regen wir uns über Greta Thunberg und die Schulstreiker auf?
Echt jetzt?