Deutschland hadert mit dem Kohleausstieg (6.10.2018)

 

https://orf.at/stories/3033121/

Zitat: Deutschland will aus der Braunkohlewirtschaft aussteigen. Doch wann das geschehen soll, darüber scheiden sich die Geister. Während die einen vor den Folgen eines übereilten Strukturwandels warnen, fürchten die anderen um die Pariser Klimaschutzziele – und warnen vor der Rolle der mächtigen Kohlelobby.

 

Wie heißt es hier? "Stromversorgung: Deutschland hadert mit dem Kohleausstieg".

Nur: Wenn man weiter hineinliest ... WER hadert mit dem Kohleausstieg? Die "Kohlekommission" und die Ministerpräsidenten einiger deutscher Bundesländer - also die Politik und von ihr implementierte "Experten"!

Wie heißt es im Wikipedia-Eintrag zu dieser Kommission? "Zunächst wollte die Kohlekommission den Streit um den Hambacher Forst nicht in ihrer Arbeit thematisieren. Nach dennoch längerer Diskussion erklärte Ronald Pofalla, einer der vier Vorsitzenden die Sache für erledigt, da eine Mehrheit keinen Zusammenhang zwischen geplanten Rodungen und dem Auftrag der Kommission sehe."

Anmerkung 1: Eine Mehrheit? Welche Mehrheit?

Anmerkung 2: Ronald Pofalla (CDU) ist - wie auch aus diesem Eintrag hervorgeht - Vorstandsmitglied der Deutsche Bahn AG. Er ist Ex-Chef des deutschen Bundeskanzleramts.

Und weiter unten im eingangs verlinkten Artikel wird die Rolle der Kohleindustrie thematisiert: Sie gilt laut einer Analyse im „Kohleatlas 2015“ als gut vernetzt „und bremst über Lobbystrukturen, großzügige Wahlkampfspenden und die Finanzierung von Klimaskeptikern den Umstieg auf erneuerbare Energie“.

Wir daher die Energieversorgung Deutschlands oder der Arbeitsmarkt zusammenbrechen, wenn der Hambacher Forst nicht abgeholzt wird? Nein, nur der Umsatz und Gewinn eines mächtigen Energiekonzerns kleiner!

Übrigens - Anmerkung 3: Der österreichische Ex-Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel ist seit März 2010 Aufsichtsratsmitglied im deutschen Energiekonzern RWE. Nur falls wir das inzwischen schon aus den Augen verloren haben ...