Demonstration gegen Hofer am 19. Mai (26.4.2016)

 

https://www.derstandard.at/story/2000035700451/demonstration-gegen-hofer-am-19-mai

Zitat: Die Offensive gegen Rechts hat auf das Ergebnis des ersten Wahlgangs zur Präsidentschaft mit einem Demonstrationsaufruf reagiert. Gegen Norbert Hofer (FPÖ) soll am 19. Mai auf dem Wiener Heldenplatz eine Kundgebung stattfinden. "Ein deutschnationaler Burschenschafter darf nicht Bundespräsident werden", verlautet die Offensive gegen Rechts in einer Aussendung. Grund für den Wahlerfolg des freiheitlichen Kandidaten sei der "Sozialabbau der Regierungsparteien", die FPÖ sei jedoch keine Alternative, da sie "für noch brutalere Kürzungspolitik im Sinne der wirtschaftlichen Eliten" stehe.

 

Unser Talent, in der Gesellschaftsentwicklung das Falsche zu tun und das Richtige bleiben zu lassen, ist fast unschlagbar.

Dass Extremismus eine Bedrohung für unser Zusammenleben darstellt, ist ja unbestritten. Ob das jetzt politisch linker, politisch rechter, religiöser (auch da egal, ob katholischer, islamischer, jüdischer, hinduistischer etc. ) oder sonst einer sei, ganz egal!

Aber den erst selbst dort stoppen oder bekämpfen zu wollen, wo er schon existiert, ist fatal (weil völlig chancenlos) - solange man die Ursachen nicht beseitigt, wo der Extremismus herkommt.

Es ist wie bei einer Waschmaschine im Schleudergang: Verhindern zu wollen, dass sich die Wäsche an die Trommelwand begibt und dort das Wasser ausgepresst wird, ist vollkommen sinnlos - solange sich die Trommel dreht. Man muss die Rotation stoppen - und daher die Fliehkräfte auf Null reduzieren.

Politischer Extremismus entsteht nicht am Rand. Er entsteht aus der Mitte heraus - und aus dem dortigen Versagen.

Extremisten als Extremisten bekämpfen zu wollen schafft dann Märtyrer und daher in Wahrheit neuen Zulauf, wenn die Mitte nichts anzubieten hat.

Daher ist das da das wahre Problem!

Und wenn nicht neue und WIRKLICH bemühte Kräfte aus der Mitte (sehr rasch, denn wir sind echt spät dran) WIRKLICH die Mitte positiv verändern, wird diese Veränderungsarbeit der Extremismus erledigen.

Ins Gegenteil! Daran führt dann kein Weg vorbei.

Zur dezenten Ergänzung: Faymann's "G'schenkt is g'schenkt"!

Und als kleine Erinnerung: Wenn man am Wort "tabu" ein wenig rüttelt, dann kommt "taub" heraus.

G.K., 28.4.2016