BP-Kandidatur: Fragen und Antworten – Sterbehilfe (13.7.2022)

 

http://www.bundespraesidentschaftswahl.at/gerhard-kuchta.html

Frage: Sind Sie für die straffreie Beihilfe zur Selbsttötung (Sterbehilfe)?

 

Antwort: Eine ähnliche Frage wie zum Beginn des "Lebens" stellt sich auch zum Schluss: Wie lange ist noch existierendes Leben "lebenswert" - und wie weit reicht die Entscheidungsgewalt einer davon selbst betroffenen Person?

Gerade wenn entsetzliche Schmerzen mit im Spiel sind und das baldige Ende unausweichlich, dann fragen sich Begriffe wie "Humanität" oder "Barmherzigkeit" automatisch. So schrecklich das ist!

Wenn also medizinisch einwandfrei feststeht, dass im konkreten Fall eine schwere, tödliche Krankheit ohne Heilungschancen mit bereits eingetretenen starken Schmerzen bis zum Ableben oder schwersten Beeinträchtigungen des täglichen Lebens gegeben ist und der so Erkrankte den ausdrücklichen Wunsch hat, früher zu gehen und sich dieses Leid zu ersparen, so bin ich für eine Legalisierung der Sterbehilfe.

Wobei auch hier davon auszugehen ist, dass sich keiner der Beteiligten so eine Entscheidung leicht macht, und sowieso dieses Regulativ greift.

Was aber hier dazu kommt: Solche Regelungen dürfen in keinem Fall aus "nicht barmherzigen" oder gar kommerziellen Gründen (o.ä.) zu Lasten eines Menschen, der vielleicht durchaus noch weiterleben möchte oder Chancen - zur Genesung etc. - hätte missbraucht werden dürfen/können. Hier sollten also noch weitreichende Überlegungen und Prüfungen angestellt werden, wie einem solchen Missbrauch effektiv vorgebeugt werden kann.