Absage der Generalversammlung vom 30.7.2019 (29.7.2019)

 

 

Mit der Absage der für 30.7.2019 prophylaktisch angesetzten Generalversammlung haben wir de facto unseren versuchten Antritt zur NR-Wahl 2019 beendet. Weil da viel, viel zu wenige Unterstützungserklärungen sind, und keine Kandidatenbewerbungen.

Klar, wir sind weiter gewachsen, haben neue Kontakte geknüpft, neue Verbündete gewonnen, unser Profil weiter schärfen und die Inhalte verdeutlichen können. Es war richtig, auch diesmal ins Rennen zu gehen und unser Angebot zu legen.

Aber auch ganz klar: Wir sind immer noch weit, weit weg davon, diese Hürde für einen Einzug in ein Gremium zu überwinden.

Warum ist das so? Woran liegt es?

An den unfairen Bedingungen dafür auch, klar. Daran, dass diese Wahl überraschend kam und eine Vorbereitungszeit so gut wie nicht gegeben war ebenso. Gar keine Frage!

Aber es wäre unangebracht, die Ursachen lediglich dort zu suchen - und unehrlich. Das sind wir nicht.

Zuallererst liegt es an uns selbst:

Wir sind eben immer noch eine Kleinpartei, haben kein Geld und keine prominenten Unterstützer. Daher ist das Potential bei einem alleinigen Antritt schon aufgrund der mangelnden Medienpräsenz weiterhin überschaubar.

Wir machen es uns selber aber auch zusätzlich wirklich schwer!

Allein schon durch unsere anderen Aufbau und die völlig andere Arbeitsweise erzeugen wir Gewöhnungsbedarf.

Aber auch durch unsere Positionierung in der Mitte wird es schwierig. Das polarisiert nicht, regt nicht zur Emotion an. Über Hass - gegen wen auch immer - ließe sich viel leichter arbeiten.

Inhalte und Sachlösungen sind im Vergleich dazu viel zu unsexy, staubtrocken, fad, anstrengend, und so weiter. Ja selbst jeder Blödel-Beitrag löst mehr an Response, Beiträgen und Verbreitung aus, als dieses "langweilige Geschreibsel".

Wir sind weder bunt noch schrill noch lustig, sarkastisch, besonders ins Auge stechend oder sonst etwas in der Art, wie die Großparteien punkten oder andere Mitbewerber mehr Bekanntheit erreichen.

Wir betreiben auch keine WahlWERBUNG im eigentlichen Sinn, sondern versuchen langfristig WIRKLICH zu überzeugen und über diese Überzeugung weitere Verbreitung zu finden. Von einem Menschen zum nächsten, zum übernächsten und über-übernächsten. Das dauert eben.

Nur manchen leider auch zu lange. Heutzutage ist der schnelle Erfolg ein Maßstab. Antreten, gewinnen, in die Gremien einziehen, Macht ausüben, .... fertig!

Was soll man schon mit einer Gruppierung anfangen, die das völlig anders sieht und auch lebt? What???

Aber so sind wir halt - und werden das auch nicht ändern.

Sonst wären wir auch bloß mehr vom Selben!