Teuerung/Inflation

Die aktuell größte Bedrohung für die Menschen

Zwar gibt es mittel/langfristig eine weit größere Bedrohung durch die Klimakrise, der aufgrund der notwendigen Vorlaufzeit heute schon durch das Aufbieten aller Mittel begegnet werden muss, aber AKTUELL trifft die Menschen die Inflation/Teuerung am stärksten.

Grundsätzliches aus Sicht der DA dazu:

Derzeit überrollt eine enorme Teuerungswelle das Land.

Die Inflation steigt dadurch und wird – bestenfalls, wenn überhaupt ausreichend – erst bei den nächstfolgenden Lohnabschlüssen bzw. Pensionsanpassungen wieder ausgeglichen. Die Menschen müssen also enorme Real-Preiserhöhungen stemmen und Verluste in der Lebensqualität bzw. Leistbarkeit von Waren, Dienstleisungen, Wohnen, Energie etc. hinnehmen.

Die Armut nimmt enorm zu und erfasst auch weite Bereiche des Mittelstandes. Kinder sind daraus ebenso betroffen, wie alte und kranke Menschen.

Mit allen gesellschaftlichen Negativfolgen daraus.

Aktuell sieht man die Inflation/Teuerungswelle von der Energiekrise ausgehen, weil eben der Faktor Energiekosten in vielen Warenpreisen einen hohen Stellenwert hat. Vor allem spielen die Transporte hier eine entscheidende Rolle, wobei sich die langen Wege durch die Globalisierung ganz besonders rächen.

Doch auch schon vor dem Ukrainekrieg und der dadurch ausgelösten akuten Energiekrise war eine deutliche Verteuerung in vielen Bereichen aus den diversen Corona-Auswirkungen spürbar, da einerseits durch Rückstaus in Produktion und Transport Lieferengpässe entstanden sind, die preislich ihren Niederschlag gefunden haben. Und andererseits mussten Unternehmen – vor allem die, die von der Politik sehr wohl alleine gelassen worden sind – ihre Fixkosten bei gleichzeitig geringeren Umsätzen über höhere Preise decken.

Theoretisch kann die Inflation auch mit den exorbitant hohen geschöpften Geldmengen in Verbindung gebracht werden, welche die Notenbanken seit der Wirtschafts- und Finanzkrise 2007/2008 in den Geldmarkt gepumpt haben, um diverse strukturelle Probleme im System notdürftig zu flicken und Finanzblasen nicht platzen zu lassen.

Aber wie man in der Praxis sieht, ist letztlich nicht die Geldmenge für die Inflationsproblematik insgesamt entscheidend, sondern das Preis- und Lohnverhältnis – also die Relation zwischen Einnahmen und Ausgaben der Konsumenten, die Leistbarkeit von Waren und Dienstleistungen. Und hier können – wie man heute deutlich sieht – die Entscheidungen einzelner privatwirtschaftlicher Unternehmen enorme volkswirtschaftliche Auswirkungen haben.

Durch die zunehmende Verknappung der Rohstoffe und Ressourcen (insbesondere bei den Lebensmittel aufgrund des Klimawandels) sind Verteuerungen auch in anderen Bereichen abseits des Energiesektors sehr wahrscheinlich.

Auch der Wegfall kleinteiliger Konkurrenz für internationale Großkonzerne spielt eine Rolle, weil dadurch die Bildung von Kartellen und eine Monopolstellung erleichtert wird, was auch wiederum zu Preiserhöhungen führen wird. 

Was deutlich zeigt, wo die heute amtierende Politik steht, die eigentlich zum Wohl der Bevölkerung sofort einzugreifen hätte, und wessen Interessen sie auch bisher schon ohne Rücksicht auf Verluste (der Bürger und des Staates) vertreten hat.

Die “vom Volk” gewählten Repräsentanten in einer Demokratie hätten in allererster Linie für das Gemeinwohl ihrer Wähler zu sorgen – und nicht in solchen Krisen bloß mit den Schultern zu zucken. Das gilt nicht nur für die tatsächliche Verfügbarkeit aller Güter und Dienstleistungen, die für das Überleben und Wohlergehen der Menschen eines Landes erforderlich sind, sondern auch für deren allgemeine Leistbarkeit. Eine breite Verarmung der Bevölkerung, Obdachlosigkeit etc. sind also deutliche Anzeichen eines völligen Versagens einer demokratisch gewählten Politik.

Die Volkswirtschaft ist die Richtschnur, an der sich als gemeinsam getragene Spielregel privatwirtschaftliche / betriebswirtschaftliche Einzelinteressen zu orientieren haben. Und nicht umgekehrt!

Es wird ausdrücklich auf die Inhalte der Kapitel “Wirtschaft” und “Staat vs. Privat” im Grundsatzprogramm und den diversen Wahlprogrammen verwiesen.

Es scheitert also weder an den Ideen und der Möglichkeit ihrer Umsetzung. 

Es scheitert am politischen Willen!

Gerhard Kuchta (gerhard.kuchta@outlook.com, +43/664 313 46 20)

Es wird auf die – reaktionslos gebliebenen – diversen Offenen Briefe zur Coronakrise verwiesen, wo unter anderem auch darauf gedrängt wurde, TATSÄCHLICH niemanden zurückzulassen.

Die Preise steigen weiter – mit ihr die Inflation, teilweise (z.B. bei den Wohnkosten) schon aus sich selbst heraus getrieben.

Die Politik, obwohl in ihrer ureigensten Kompetenz gefordert verweist international wie national von einem zum anderen und präsentiert sich selbst verantwortungslos unbemüht. Es werden Debatten geführt, aber Lösungen für die Betroffenen bleiben aus!

Was nach Ratlosigkeit aussieht, ist in Wahrheit die hinterhältige Fortsetzung eines politisch breit getragenen Umverteilungsprozesses von unten nach oben!

Weitere Schritte werden folgen, sobald politische Akteure tatsächlich an einer massiven und raschen Verbesserung interessiert sind.

Sorgen Sie jedenfalls für die Begleichung der lebenswichtigen Fixkosten (Wohnen, Energie, …) und  sparen Sie beim Rest.

Überprüfen Sie die jeweilige Angebotslage. Auch da kann man einiges sparen!

Kaufen Sie nicht zuviel – vor allem bei verderblichen Waren. Wir werfen viel zuviel weg. Das kostet und hilft weder Ihnen noch der Umwelt!

Der Arbeitsmarkt bietet momentan einige günstige Möglichkeiten – optimieren Sie also auch die Einnahmenseite.

Dazu gehört auch, alles an Förderungs- und Unterstützungsmöglichkeiten in Anspruch zu nehmen, was die Öffentliche Hand bietet. Das ist KEINE Schande – denn wenn Superreiche jede Möglichkeit nützen, um staatliche Ausgaben zu ersparen, aber umgekehrt hohe Förderungen in Anspruch nehmen: Warum scheuen Sie dann vor einem Ansuchen um Unterstützung zurück?

Überlegen Sie insbesondere aufgrund der Handlungen und Unterlassungen in der Gegenwart, welchen politischen Akteuren Sie als maßgebliche Gestalter die Zukunft unserer Gesellschaft anvertrauen wollen. Natürlich auch Ihre eigene! 

Der Verlauf – nur auf die DA und die Reaktionen dazu bezogen:

Siehe dazu z.B. unseren ersten Offenen Brief vom 7.4.2020 und die weitere, leider ziemlich einseitige Korrespondenz dazu.

Die Beiträge zum Thema: